Rosengarten im Mirabellgarten wird heute eröffnet

v.l.: Peter Ebner (Obergärtner Mirabellgarten) Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl, Stadträtin Andrea Brandner, Christian Stadler (Amtsleiter Stadtgärten) & Herbert Steindl (Obergärtner-Stv.)
Der Garten an der Südfassade des Schlosses Mirabell hat eine bewegte Geschichte. Jetzt wurde der Rosengarten umfangreich saniert und neu bepflanzt. Am Ort des heutigen Rosengartens befindet sich bereits seit dem frühen 18. Jahrhundert eine Gartenanlage. Die Anlage änderte sich im Laufe der Jahrhunderte vom Baumgarten für Pomeranzenbäume zur Gartenanlage mit Rasenkompartimenten und Brunnenbecken und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg sogar für Gemüseanbau verwendet, bevor um 1955 der Garten dann erneut umgestaltet wurde und seine heutige Gestaltung als Rosengarten erhielt.
Stadträtin Andrea Brandner, verantwortliche für die Stadtgärten und Vorsitzende des Behindertenbeirates der Stadt Salzburg: „Mit der behutsamen Sanierung des Rosengartens im Mirabellgarten ist es gelungen, ein bedeutendes Stück Salzburger Gartenkultur zu bewahren und gleichzeitig zukunftsfit zu machen. Besonders wichtig war uns dabei, den Garten für alle Menschen zugänglich zu gestalten: Die neue Rampe ermöglicht nun auch Personen mit Mobilitätseinschränkungen einen barrierefreien Zugang direkt vom angrenzenden Mirabellplatz. So verbinden wir Denkmalschutz mit einem klaren Bekenntnis zu Inklusion und Teilhabe.“
„Pünktlich zur warmen Jahreszeit können die Salzburger:innen im Rosengarten wieder ihre Mittagspause verbringen oder den Abend entspannt ausklingen lassen. Der Mirabellgarten ist mehr als ein Fotomotiv für Tourist:innen – er ist ein lebendiger Treffpunkt für die Salzburger Bevölkerung. Gerade am Wochenende zeigt sich das besonders deutlich, wenn Menschen aller Generationen hier zusammenkommen. Mit der neu errichteten Rampe ist der Zugang nun auch barrierefrei – ein Schritt, der bereits im Vorfeld viel positive Resonanz ausgelöst hat“, freut sich Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl.
Grundlegende Sanierung & barrierefreier Zugang
Aufgrund ausgelaugter Böden, vergreister Rosenstöcke und verunkrauteter Erde wurde der Rosengarten nun grundlegend saniert, die Bauarbeiten dazu starteten im September 2025. Die Struktur des Rosengartens blieb dabei entsprechend der Vorgaben des Denkmalschutzes weitestgehend unverändert. Die Wege und Beete blieben in Anordnung und Lage erhalten, lediglich ein Mittelweg wurde eingezogen, um eine befestigte Feuerwehrzufahrt zum Schloss Mirabell zu schaffen. Umgebaut wurde jedoch der Zugangsbereich - eine neu errichtete Rampe anstelle der Stufenanlage bietet nun einen rollstuhltauglichen Zugang in den Rosengarten.
Technisch wurden durch den Einbau einer künstlichen Bewässerung, durch die Verlegung von Bandstahlkanten und dem Einbau von speziellen Substraten bestmögliche Bedingungen für ein gutes Anwachsen und den Schutz der Pflanzen geschaffen.
Große Sortenvielfalt
Neu ist dabei die Sortenvielfalt im Rosengarten. Das gewohnte einheitliche Bild weicht 26 verschiedenen Rosensorten, darunter auch insektenfreundliche Pflanzen mit ungefüllten Blüten, und einer Vielzahl von Blühstauden. Insgesamt schmücken nun wieder über 1600 Rosen und 2500 Stauden den Rosengarten. Die kräftigen Pflanzen, das frische Substrat und die neueste Technik werden den Rosengarten also im Sommer 2026 wieder zum Blühen bringen.
Die Kosten der Sanierung und Umgestaltung belaufen sich auf rund 500.000 EUR.
Nicole Salamonsberger