Salzburg gestaltet Zukunft: Quartiershub Itzling bringt Klimaschutz, soziale Innovation und Mitgestaltung direkt in die Goethesiedlung

1,69 Millionen Euro Bundesförderung für ein einzigartiges Stadtentwicklungsprojekt – Salzburg ist eines von nur drei ausgewählten Projekten österreichweit
07.05.2026
Die Goethesiedlung soll weiterentwickelt werden:
Der Quartiershub in Itzling soll diesen Prozess begleiten und alle aktiv einbinden.

Die Stadt Salzburg setzt einen entscheidenden Schritt in der Weiterentwicklung der Goethesiedlung: Mit dem „Quartiershub Itzling" erhält die Stadt eine Förderung von rund 1,69 Millionen Euro durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Das Projekt ist Teil des bundesweiten Förderprogramms „Technologien und Innovationen für die Klimaneutrale Stadt" und wurde österreichweit als eines von nur drei Projekten ausgewählt. 

Planungsstadträtin Anna Schiester unterstreicht: „In Itzling und besonders in der Goethesiedlung sehen wir sehr konkret, wie komplex Stadtentwicklung heute ist. Es geht nicht nur um einzelne Projekte oder nur darum neuen Wohnraum zu schaffen, sondern darum, Energie, Mobilität, Wohnen und das soziale Miteinander zusammenzudenken. Dafür schaffen wir mit dem Quartiershub eine fixe Anlaufstelle direkt im Stadtteil – als Schnittstelle zwischen Verwaltung, Forschung und den Menschen vor Ort.
Gleichzeitig nutzen wir Itzling als Innovations- und Lernort für unsere zukünftige Arbeit: Neue Lösungen werden hier gemeinsam entwickelt, ausprobiert und so aufbereitet, dass sie auch in anderen Stadtteilen funktionieren. Genau so entsteht Schritt für Schritt eine Stadtentwicklung, die Lebensqualität im Alltag der Menschen schafft.“

Ein Knotenpunkt für den Stadtteil

Ab Juni 2026 entsteht im Stadtteil Itzling eine physische Anlaufstelle – der Quartiershub. Er verbindet Stadtverwaltung, Bewohner:innen, Forschung und Wirtschaft und schafft damit erstmals eine koordinierte Schnittstelle für die komplexe Transformation des Stadtteils. Gemeinsam mit dem Projektpartner iSPACE plus GmbH werden neue Ansätze in den Bereichen leistbare Energie, sichere und einfache Mobilität, zukunftsorientierte Gebäude und Stadtplanung entwickelt und direkt vor Ort erprobt: „Es wird auch getestet, wie digitale Daten und innovative Tools Planungsprozesse verbessern und eine klimaneutrale Quartiersentwicklung unterstützen können. Diese digitalen Lösungen sind wichtig, um neue Impulsprojekte zu entwickeln und das erarbeitete Wissen zu den Akteur:innen zu bringen“, so Geschäftsführer der iSPACE plus GmbH (Universität Salzburg) Thomas Prinz.

Der Hub übernimmt drei zentrale Funktionen: Er vernetzt alle relevanten Akteur:innen, initiiert und begleitet Projekte und baut ein Wissenssystem auf, das Fortschritte bei Klimazielen dokumentiert und Ergebnisse übertragbar macht.

„Genau das ist auch Ziel der Mission des Bundes zur klimaneutralen Stadt: der Austausch über Salzburg hinaus. Erfahrungen und Lösungen, die hier entwickelt werden, sollen später auch in anderen Stadtteilen, weiteren Projekten und Pionierstädten eingesetzt werden. In Salzburg steht dabei soziale Innovation besonders im Mittelpunkt. Nicht für die Menschen, sondern mit ihnen“, so das Projektteam der klimabewussten Stadt Salzburg.

Goethesiedlung als Pilotquartier der klimabewussten Stadt

Die Goethesiedlung – mit rund 2.500 Bewohner:innen und mehr als 1.200 Wohnungen eine der größten Wohnanlagen der Stadt – steht vor einer umfassenden Weiterentwicklung. Geplant sind unter anderem 250 bis 300 neue geförderte Mietwohnungen, die Renaturierung des Alterbachs, neue Freiflächen sowie verbesserte Mobilitätsangebote. Der Quartiershub begleitet diesen Prozess und stellt sicher, dass alle Bevölkerungsgruppen – darunter viele vulnerable Gruppen – aktiv eingebunden werden.


Starke Förderung, geringer Eigenanteil

Die förderbaren Gesamtkosten des Projekts betragen rund 1,69 Millionen Euro. Der Bund finanziert davon 85 Prozent. Der Eigenanteil der Stadt Salzburg beläuft sich auf rund 167.000 Euro über die gesamte Projektlaufzeit von fünf Jahren (Juni 2026 bis Mai 2031) und wird weitestgehend durch Personalkosten bestehender Magistratsmitarbeiter:innen gedeckt.

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Lapuch Laura BA