Schadstoff-Austritt: Salzburger Hauptbahnhof komplett gesperrt

04.05.2026

Update 19:15 Uhr

Der Einsatz am Salzburger Hauptbahnhof ist beendet. Der Bahnhof wurde wieder freigegeben.
Es gab keine Verletzten.Auslöser war ein Gefahrstoff-Austritt, der einen koordinierten Einsatz mehrerer Kräfte erforderlich machte. „Die Kooperation aller Einsatzkräfte hat sehr gut funktioniert. Auch TUIS Gendorf, der Landeschemiker sowie die Freiwillige Feuerwehr haben wesentlich unterstützt. Es gab keine Verletzten, ein größerer Schaden konnte abgewendet werden. Vielen Dank an alle Beteiligten“, so Branddirektor Werner Kloiber.

Austritt von Natriummethylat bestätigt – Darf nicht mit Wasser in Berührung kommen

Wie der Kommandant der Salzburger Berufsfeuerwehr, Branddirektor Werner Kloiber, mitteilt, musste der Salzburger Hauptbahnhof wegen des Schadstoff-Austritts am Montagnachmittag, 4. Mai 2026, gegen 17:30 Uhr komplett gesperrt werden.

„Wir haben den Landeschemiker vor Ort und uns mit der Werkfeuerwehr Gendorf abgesprochen, die fachlich im Rahmen der TUIS-Feuerwehren bei Gefahrenguteinsätzen berät“, sagt Kloiber. „Es handelt sich bei dem Stoff um Natriummethylat. Das Substrat ist im Kessel in Methanol gelöst. In kristalliner Form haftet es außen auf dem Waggon. Das ist gefährlich, weil es ätzend und selbstentzündlich ist sowie heftig und giftig reagiert, wenn es mit Wasser oder Feuchtigkeit in Berührung kommt.“

Aktuell werde der gesamte Bahnhof vorsorglich geräumt, ein Zug weggefahren und die Oberleitung geerdet. Dann wird die Berufsfeuerwehr die Rückstände entfernen. „Wir gehen davon aus, dass es sich um Restbestände vom Befüllen handelt. Der Waggon selbst scheint dicht zu sein.“ Kloiber rechnet damit, dass unter diesen Voraussetzungen der Einsatz noch eineinhalb bis zwei Stunden dauern wird.

Karl Schupfer