Sozialausschuss: 542.000 Euro für Sozialeinrichtungen auf Schiene
Der Sozialausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 5. März 2026, unter der Vorsitzführung von Nicola Korntner (KPÖ Plus) zwei Tagesordnungspunkte behandelt.
Vor Eingang in die Tagesordnung informierten Bettina Kainhofer (Seniorenberatung) und Christoph Baumgärtner (Leiter der Senioreneinrichtungen) den Ausschuss über die bisherigen Erfahrungen mit dem neuen Vorgehen bei der Reihung auf der Dringlichkeitsliste für Aufnahmen in Seniorenwohnhäuser.
Einführung eines Unterstützungsfonds („UFo“)
Als ersten Tagesordnungspunkt behandelte der Sozialausschuss die Einführung eines Unterstützungsfonds („UFo“) für soziale Härtefälle in der Stadt Salzburg. Damit sollen Personen und Familien unterstützt werden, die unverschuldet in eine existenzbedrohende Notlage geraten und bei denen die regulären Sicherungssysteme bzw. bestehende Hilfsangebote nicht ausreichend greifen. Im Mittelpunkt steht die persönliche Situation der Betroffenen: Sozialarbeiter:innen klären den Bedarf ab und beurteilen darauf aufbauend, welche Unterstützung nötig ist. Die Ausschussmitglieder sprachen sich grundsätzlich für die Einführung des „UFo“ aus. Ein Zusatzantrag der ÖVP, die Leistungshöhe auf bis zu 5.000 Euro jährlich zu deckeln, wurde gegen die Stimmen der ÖVP abgelehnt.
Die Einführung des Unterstützungsfonds wurde einstimmig beschlossen. Die endgültige Beschlussfassung erfolgt im Gemeinderat.
Weiters behandelte der Ausschuss Förderungen diverser Sozialeinrichtungen in der Stadt Salzburg in Höhe von insgesamt 542.000 Euro.
Folgende Förderungen wurden einstimmig beschlossen:
- AhA – Angehörige helfen Angehörigen: 24.500 Euro
- Aidshilfe Salzburg: 56.000 Euro
- ASKÖ Landesverband Salzburg: 15.000 Euro
- Hilfswerk Salzburg gGmbH: 75.000 Euro
- Jugend am Werk GGmbH – Beratungsstelle Männerwelten: 35.000 Euro
- OASE Gefährdetenhilfe: 24.000 Euro
- Österreichische Akademie für Sexualmedizin: 20.000 Euro
- Sexualberatungsstelle Salzburg Festakt: 3.000 Euro
- Sexualberatungsstelle Salzburg: 46.000 Euro
- Suchthilfe Salzburg gGmbH: 40.000 Euro
Gegen die FPÖ wurden beschlossen:
- HOSI Salzburg: 65.000 Euro
- Plattform für Menschenrechte Salzburg – Förderverein: 34.000 Euro
Vorläufig beschlossen, endgültige Beschlussfassung erfolgt im Stadtsenat:
- Katholische Aktion – Antidiskriminierungsstelle: 70.000 Euro (gegen FPÖ)
- Katholische Aktion – Männerbüro: 30.500 Euro (einstimmig)
- Katholische Aktion – Buchprojekt Schlauer als der Fuchs: 4.000 Euro (einstimmig)
Eva Kuchner-Philipp