Sozialausschuss: Entscheidung „Insel - Haus der Jugend“ vertagt
Ein Amtsbericht aus dem Sozialressort von Stadträtin Andrea Brandner (SPÖ) spricht sich klar gegen ein Förderansuchen des Vereins „Guter Nachbar – Insel, Haus der Jugend“ für die Jahre 2026 und 2027 aus.
Dem alten Geschäftsführer werden statutenwidrige „In-sich-Geschäfte“ vorgeworfen. Das Konzept der neuen Führung gehe am Bedarf vorbei. Der Verein sei zudem nicht stabil genug aufgestellt, um die gewünschten Projekte umzusetzen, so Sozialabteilungsvorstand Patrick Pfeifenberger in der Sitzung des Sozialausschusses am Donnerstag, 1. Oktober 2026. Der Stadtrechnungshof monierte fehlende Unterlagen für eine laufende Prüfung. Die neue „Insel“-Geschäftsführerin Cornelia Lindner verlas ein mehrseitiges Statement.
Trotz gut einstündiger Diskussion gab es noch keine Entscheidung. Auf Antrag der Bürgerliste, die Zugang zu einem Rechtsgutachten verlangte, wurde mit den Stimmen von SPÖ (3), ÖVP (2), BL (1) und FPÖ (1) die Erstentscheidung an den Stadtsenat weitergeleitet. Dagegen sprach sich die KPÖ mit Auschussvorsitzender Nicola Korntner aus, sie wollte sofort entscheiden. Der Endbeschluss erfolgt dann im Gemeinderat.
Weitere Beschlüsse (einstimmig):
- Für Umbauten sowie technische Ausstattungen und eine neue Beschilderung der Bewohnerservicestelle Gnigl - St. Anna werden 160.000 Euro zur Verfügung gestellt. (Endbeschluss Gemeinderat)
- Der Verein VIELE bekommt für das Jahr 2026 eine Förderung in Höhe von 132.200 Euro. (Endbeschluss Senat)
- Das FrauenGesundheitsZentrum Salzburg erhält für ein Projekt zur Gesundheitsförderung und Gewaltprävention für Frauen mit Behinderungen eine Förderung von 4.880 Euro.
- Verfügungen durch Sozialstadträtin Andrea Brandner in Höhe von insgesamt 14.576 Euro wurden zur Kenntnis genommen.
Karl Schupfer