Stadt Salzburg saniert Trainingsplatz des USK Gneis

06.11.2026
Voraussichtlich bis Ende des Jahres ist der Trainingsplatz des USK Gneis wieder vollständig einsatzbereit.
(v.l.n.r. Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl, Bürgermeister Bernhard Auinger, Co-Trainer USK Gneis Martin Rainer)

Zahlreiche Unebenheiten, immer wieder auftretende Löcher und großflächige Bodenabsenkungen sorgen seit langem für schwierige Trainingsverhältnisse auf dem Sportplatz im Leopoldskroner Moor. Seit Ende April saniert die Stadt Salzburg den Trainingsplatz, um wieder bessere Bedingungen für die Sportler:innen zu schaffen. Die Kosten für die Sanierung betragen rund 80.000 Euro brutto.

Bürgermeister Bernhard Auinger betont: „Der USK Gneis leistet seit vielen Jahrzehnten einen unverzichtbaren Beitrag für das sportliche und gesellschaftliche Leben im Stadtteil. Besonders beeindruckend ist die engagierte Nachwuchsarbeit, mit der Kinder und Jugendliche nicht nur für den Sport begeistert, sondern auch wichtige Werte wie Teamgeist, Fairness und Zusammenhalt vermittelt bekommen. Mein besonderer Dank gilt den zahlreichen ehrenamtlichen Funktionärinnen und Funktionären sowie den Trainerinnen und Trainern, die mit großem persönlichem Einsatz Woche für Woche für den Verein da sind. Mit der Sanierung des Trainingsplatzes schaffen wir bessere Rahmenbedingungen für diese wertvolle Arbeit und setzen ein klares Zeichen für die Förderung des Breiten- und Nachwuchssports in unserer Stadt.“

Die Arbeiten wurden in zwei Etappen durchgeführt, damit der Trainingsbetrieb des Vereins während der Bauphase möglichst weitgehend aufrechterhalten werden konnte.

„Ich freue mich, dass mittlerweile auch die zweite Platzhälfte bearbeitet und neu angesät ist. Die Maschinen sind bereits abtransportiert, nun soll der Rasen keimen und anwachsen. Die erste Platzhälfte hat sich trotz der großen Hitzewelle bereits sehr gut entwickelt. Das ist auch dem großen Einsatz des Vereins zu verdanken, der den erheblichen Bewässerungsaufwand während der heißen Sommerwochen mit Bravour gemeistert hat. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Wenn der Rasen weiter so gut anwächst, können die Mannschaften bald wieder auf einem möglichst ebenen und gut bespielbaren Platz trainieren“, sagt der für die Bauagenden zuständige Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl.

Aktuell wird auf der hinteren Platzhälfte trainiert, während die vordere Hälfte aus Gründen des Rasenschutzes abgesperrt ist. Sobald der Rasen ausreichend angewachsen ist – voraussichtlich Mitte November –, sind noch Anpassungsarbeiten an den Randbereichen vorgesehen.Bei der Sanierung wurde zunächst der bestehende Rasen abgeschält. Anschließend wurde der Unterbau mehrmals gefräst, Quarzsand eingearbeitet und die gesamte Fläche neu nivelliert. 
Die Stadt Salzburg erwartet, dass die Sanierung die Nutzung des Trainingsplatzes für die kommenden drei bis fünf Jahre wesentlich verbessert. 

Schwierige Bodenverhältnisse im Leopoldskroner Moor

Die Probleme mit dem Trainingsplatz bestehen bereits seit mehreren Jahren. Seit 2018 zeigen sich auf beiden Spielfeldern zunehmend großflächige Setzungen und punktuelle Vertiefungen. Wiederholte Ausbesserungsarbeiten und Nachsaaten brachten keine dauerhafte Lösung.

Ein geologisches Gutachten aus dem Jahr 2023 untersuchte die Ursachen anhand von Grabungen und Bodenproben. Als wesentliche Faktoren wurden unter anderem die Austrocknung der Torfschicht infolge eines abgesenkten Grundwasserspiegels sowie natürliche Zersetzungsprozesse im Torfboden festgestellt. Extreme Wetterverhältnisse mit längeren Trocken- und Feuchtperioden können diese Prozesse zusätzlich verstärken.

Der USK Gneis hatte sich bereits 2021 mit ersten Ansuchen, ausführlichen Dokumentationen und Sanierungsvorschlägen an die Stadt Salzburg gewandt. Nach zwischenzeitlichen Ausbesserungsmaßnahmen am Hauptspielfeld wird mit der nun durchgeführten Sanierung des Trainingsplatzes ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Sportanlage gesetzt. Die besonderen geologischen Bedingungen des Moorbodens bleiben dabei eine Herausforderung.

70 Jahre USK Gneis: Sportangebot für alle Generationen

Der 1956 als FC Gneis gegründete Verein feiert 2026 sein 70-jähriges Bestehen. Die Sportanlage am Sternhofweg wurde über Jahrzehnte von den Vereinsmitgliedern mit großem persönlichen Einsatz auf- und ausgebaut. Was zunächst eine gepachtete Bauernwiese war, wurde ab 1962 schrittweise zu einem Fußballplatz entwickelt. 1982 wurde die erweiterte Anlage mit einem sanierten Trainingsplatz, dem heutigen Hauptspielfeld und einem neuen Vereinsheim eröffnet.

Heute umfasst die Anlage zwei Fußballplätze, eine Asphaltstockbahn und ein Vereinsgebäude mit Umkleiden, Sportnebenräumen, Vereinslokal und Platzwartwohnung. 1999 übernahm die Stadt Salzburg das rund 22.600 Quadratmeter große Grundstück; das Vereinsheim blieb im Eigentum des Vereins. Weitere Modernisierungen folgten, darunter die Erneuerung der Flutlichtanlage im Jahr 2022.

Der Landesligist zählt rund 250 aktive Mitglieder, die sich auf zehn Nachwuchs- und vier Erwachsenenteams verteilen. Das Angebot reicht von den Nachwuchsmannschaften der Altersklassen U7 bis U14 über eine Mädchenmannschaft bis hin zur Kampfmannschaft und zum 1B-Team. Der Zulauf an neuen Mitgliedern ist ungebrochen. „Und dieser wird vermutlich jetzt noch weiter steigen. 258 neue Wohnungen am Dossenweg befinden sich weniger als einen Kilometer vom Trainingsplatz entfernt“, sagt Dankl.

Mit der Sanierung investiert die Stadt Salzburg in die Sportinfrastruktur im Stadtteil Gneis. Ziel ist es, die Trainingsbedingungen zu verbessern und einen wichtigen Sportstandort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene langfristig zu erhalten.

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