UNSA Salzburg: Kulturstrategie öffnet Räume und stärkt Stadtteile
Status und Ausblick 2026: Stadt Salzburg setzt Kulturstrategie weiter um – Fokus auf neue Möglichkeitsräume, kulturelle Teilhabe und Vernetzung
Was 2018 als Beteiligungsprozess mit der Initiative Salzburg 2024 begonnen hat, ist heute ein konkreter Umsetzungsprozess für die Stadt Salzburg: Beim Medientermin „UNSA Salzburg – Status & Ausblick 2026“ präsentierte die Stadt Salzburg am Mittwoch, 29. April 2026, aktuelle Schwerpunkte und kommende Vorhaben der Kulturstrategie.
Im Zentrum stehen 2026 drei Themen, die sich durch viele Projekte ziehen: neue Räume für Kultur und Kreativität, kulturelle Teilhabe in den Stadtteilen und die Vernetzung von Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung und Sozialem. Damit wird Kultur nicht nur in klassischen Einrichtungen sichtbar, sondern auch dort, wo Menschen wohnen, arbeiten, lernen und einander begegnen.
Bürgermeister Bernhard Auinger unterstreicht: „UNSA Salzburg steht für einen breiten Kulturbegriff. Es geht nicht nur um klassische Kulturförderung, sondern um Kultur als Teil von Stadtentwicklung, Lebensqualität und gesellschaftlichem Miteinander. Die Strategie verbindet Kunst, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung, Soziales, Stadtteile und öffentlichen Raum. Damit entstehen neue Formen der Zusammenarbeit – über Ressort-, Institutions- und Spartengrenzen hinweg.“
Kulturabteilungsvorständin Dagmar Aigner ergänzt: „Die Kulturstrategie hat sich in diesem Jahr der Vernetzung von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft sowie der kulturellen Teilhabe in den Stadtteilen verschrieben. Kreativität in all ihren Formen zu fördern und Kultur dort zu ermöglichen, wo Menschen leben, arbeiten, lernen und sich begegnen, ist uns besonders wichtig. Wir sind sehr stolz, dass uns ein großes Netzwerk an Menschen aus der Kulturcommunity begleitet und uns dabei unterstützt, die Idee der Kulturstrategie weiterzutragen.“
Kultur braucht Räume
Als Ort des Medientermins wurde bewusst der neu gestaltete Multifunktionsraum im Seniorenwohnhaus Liefering gewählt. Dort wurde ein sogenannter „Ort der Möglichkeiten“ verwirklicht – eine konkrete Idee aus der Erarbeitung der Kulturstrategie. Diese Orte sind offen für unterschiedliche Nutzungen, schaffen Treffpunkte im Stadtteil und ermöglichen neue Begegnungen zwischen Kultur, Bildung, Sozialem und Nachbarschaft.
Das Nutzungskonzept wurde in Zusammenarbeit zwischen MA 2 und MA 3 sowie mit möglichen Nutzer:innen aus Kunst, Kultur, Bildung und Sozialem aus dem Stadtteil entwickelt. Auch das geplante „Sharing Network“ knüpft an diese Frage an: Die digitale Plattform soll künftig verfügbare Räume sammeln, präsentieren und vermitteln und damit den Zugang zu Infrastruktur erleichtern.
Stadtteile werden sichtbarer
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf kultureller Teilhabe in den Stadtteilen. Der Kulturfonds der Stadt Salzburg greift dieses Thema heuer mit dem Motto „Die Stadt teilen – die Zwischenräume erkunden – das Miteinander stärken“ auf. Einreichungen sind noch bis 6. Mai 2026 möglich.
Auch im öffentlichen Raum wird Kultur 2026 stärker sichtbar: Mit „City Encounters“ werden im Sommer Kunst- und Kulturprojekte unter dem Motto „Hidden in Plain Sight – Vor aller Augen versteckt“ umgesetzt. Die Projekte bringen unterschiedliche künstlerische Sparten in den Stadtraum und machen gewohnte Orte neu erlebbar.
Ein weiteres Beispiel ist das Projekt „Stadtteilgeschichte E-Vorstadt“. Bis 2027 sollen 25 Geschichten der Elisabeth-Vorstadt gesammelt und präsentiert werden. Bewohner:innen sind eingeladen, Erinnerungen zu teilen und positive Aspekte ihres Wohnumfelds sichtbar zu machen.
Vernetzung als Motor
Neben Räumen und Stadtteilen bleibt Vernetzung ein zentrales Anliegen der Kulturstrategie. Die Kulturabteilung bereitet aktuell neue Formate und Ausschreibungen vor, die vor allem junge Kreativschaffende, Künstler:innen und Studierende unterschiedlicher Disziplinen miteinander in Austausch bringen sollen. Bestehende Förderinstrumente, Calls und Preise werden fortgeführt und über die UNSA-Plattform sichtbar gemacht.
Im Herbst 2026 wird außerdem das Creative City Lab_Salzburg fortgesetzt. Das Format bringt junge Kreative, Absolvent:innen von Universitäten und Hochschulen sowie Unternehmer:innen zusammen und schafft Raum für Austausch, neue Kooperationen und Projektideen. Für das KultNetz, die Kulturmesse und Kulturbörse für Vernetzung und Austausch, ist am 10. Dezember 2026 eine Vorab-Info im Kleinen Studio der Universität Mozarteum geplant. Die zweite Ausgabe des KultNetz findet am 14. und 15. April 2027 im Probehaus statt.
Die Kulturstrategie UNSA Salzburg wurde in einem umfangreichen Beteiligungsprozess entwickelt und am 23. März 2022 vom Gemeinderat beschlossen. Seither dient sie als Fahrplan für die kulturelle Weiterentwicklung der Stadt Salzburg.
Lapuch Laura BA