EHRENBECHER DER STADT SALZBURG FÜR HELMUT LOHNER
ehrenbecher der stadt salzburg für helmut Lohner
Salzburg feiert einen der prominentesten Festspiel-Künstler
Helmut Lohner hat mit seinen schauspielerischen Leistungen, die er in den letzten 22 Jahren für die Salzburger Festspiele und ihr internationales Publikum vollbracht hat, einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung des Sprechtheaters bei den Festspielen. Das erklärte heute, Donnerstag 18 August, Salzburgs Bürgermeister Dr. Josef Dechant bei der Überreichung des Ehrenbechers der Stadt Salzburg an den Künstler.
Lohner hat im Laufe der Jahre an 175 Festspielaufführungen mitgewirkt, zwei Gastspiele in Rom sind dieser Statistik noch hinzuzufügen. Dabei ist Lohner den Festspielen schon viel länger verbunden: Nach dem Krieg kam er per Rad nach Salzburg, um die Oper "Don Giovanni" unter dem Dirigenten Hans Knappertsbusch zu sehen, zitierte Bürgermeister Dechant in seiner Laudatio aus Lohner-Erinnerungen.
Obwohl Lohner mit Fug und Recht als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schauspieler angesehen werden kann, blieb er stets überaus bescheiden und einzig seiner Leidenschaft, dem Schauspiel, verpflichtet. Den Ehrungen kam er dennoch nicht aus: Seit gut einem Jahr darf sich Helmut Lohner "Kammerschauspieler" nennen, 1992 erhielt er die Ehrenmedaille der Stadt Wien, 1988 den Nestroyring und den Titel
Lohner-Ehrung (2)
"Schauspieler des Jahres" für zwei exemplarische Schnitzler-Interpretationen und bereits 1980 die Kainz-Medaille.
Salzburg ist stolz und dankbar, daß Lohner trotz aller Erfolge und Verpflichtungen im gesamten deutschsprachigen Raum den Festspielen mehr als zwei Jahrzehnte lang die Treue hielt - zuletzt im zentralen Stück der Festspiele, dem Jedermann, dankte Bürgermeister Dechant dem Schauspieler. Die Verleihung des Ehrenbechers der Stadt Salzburg an Helmut Lohner sei Ausdruck des Dankes, des Respekts vor einem großartigen Künstler und Menschen sowie Ausdruck der innigen Verbundenheit Salzburgs mit "seinem" Helmut Lohner, schloß Bürgermeister Dr. Dechant.
Presseinformation vom 01.01.1994
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