STADT SALZBURG VERKAUFT SELBSTENTWICKELTE FINANZ-SOFTWARE

12.01.1996


Graz und Innsbruck zahlen Millionen für Salzburger EDV-Know-How

 

"Betriebswirtschaftlich-kameralistisches Finanzsystem" - hinter dieser sperrigen Bezeichnung verbirgt sich das elektronische Finanzsystem, das die Spezialisten der Salzburger Magistrats-Datenverarbeitung, der Finanzabteilung und ein externer Spezialist entwickelt haben und das seit Jahren im Magistrat erfolgreich im Einsatz ist. Das System ermöglicht mit einfachen Buchungsvorgängen die Zuordenbarkeit von Kostenstellen und Kostenträgern. Damit werden gute Bedingungen für eine einfache Bilanzierung der eigenen Betriebe und eine ausgezeichnete Plattform für die Darstellung des Stadt-Haushalts in betriebswirtschaftlicher Hinsicht geschaffen.

 

Auf dem kommunalen Software-Markt existiert derzeit kein anderes System, das diese Leistungen so gut erbringt wie die Salzburger Lösung. Das Interesse an dem Software-Paket ist in Österreich und Deutschland groß. Zwei Vertrags-Abschlüsse, die kommenden Montag im Stadtsenat zu beschließen sind, beweisen das: Die Städte Innsbruck, Wels und Graz kaufen die Salzburger Finanz-Software samt einer Hotline-Wartung.

 

Der Kaufpreis ist nach Einwohnerzahl gestaffelt: Graz zahlt demnach rund 3,6 Millionen Schilling, Innsbruck 2,6 Millionen, Wels 1,7 Millionen. Die Wartungsverträge werden 1997 und 1998 rund 1,2 Millionen Schilling Einnahmen bringen. Bürgermeister Dechant, in dessen Ressortbereich sowohl Finanzverwaltung als auch Datenverarbeitung fallen, ist hochzufrieden: "Mich freuen die Einnahmen, aber auch die Bestätigung für die Qualität unserer Arbeit."

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