Subventionsstop an Kleines Theater war unumgänglich
Subventionsstop an Kleines
Theater war unumgänglich
Verein aufgelöst - daher
waren auch keine Zahlungen möglich
Zu der Darstellungen in
den ORF-Morgennachrichten von heute, Montag 27. Dezember, wonach er durch einen
Stopp der monatlichen Subventionsraten und die Sachverhaltsdarstellung an die
Staatsanwaltschaft den Konkurs des Kleinen Theaters mitverschuldet hätte,
stellt der Salzburger Bürgermeister Heinz Schaden folgendes fest:
1. Die Auflösung des
Vereins, der Verdacht auf missbräuchliche Verwendung von Subventionsgeldern
sowie strafrechtlich zu verfolgender Handlungen des Theaterintendanten Claus
Tröger erforderten unverzügliches Handeln der politisch Verantwortlichen.
Vom früheren Controller
Willi Rehberg waren Anfang August 1999 Unterlagen zur Verfügung gestellt
wurden, die den Verdacht auf diverse missbräuchliche Verwendungen nahelegten.
Daraufhin musste die Staatsanwaltschaft in Kenntnis gesetzt werden, da es sich
bei den vermuteten Unregelmäßigkeiten um einen Offizialdelikt handelte. Dies
wurde LR Raus und Bgm. Schaden vom Cheflegisten des Landes mitgeteilt.
Gleichzeitig wurde von Bürgermeister Schaden das Kontrollamt der Stadt Salzburg
mit der Prüfung der finanziellen Gebarung des Kleines Theaters von beauftragt.
Der nun vorliegende Bericht bestätigt den Verdacht der missbräuchlichen
Verwendung von Geldern durch Claus Tröger in der Höhe von mehr als 300.000.-öS.
2. Erstmals wurden am 13.
Juli 1999 Stadt, Land und Bund von einigen Unregelmäßigkeiten in der Betriebsgebarung
des Vereins Kleines Theater in Kenntnis gesetzt. Die politisch Verantwortlichen
verlangten unverzüglich eine genaue Darstellung des Sachverhaltes und eine
Aufklärung der Situation.
Bereits in diesem Gespräch
wurde die Absicht, das Kleine Theater in eine neue Rechtsform zu bringen,
mitgeteilt.
3. Am 20.7.99 beschloss
tatsächlich der Vereinsvorstand die Auflösung des Betriebsvereins "Kleines
Theater" und dessen Einbringung in eine noch zu gründende gemeinnützige GmbH.
Diese Auflösung wurde mit 30. Juli 1999 gültig. Ab August 1999 stellte die
Kulturabteilung der Stadt mangels eines Empfängers die Subventionszahlungen
ein. Dieser Zeitablauf macht deutlich, daß der Vorwurf, die Stadt hätte durch
Nichtauszahlung der Subventionen den Konkurs verschuldet, aus der Luft
gegriffen ist. Zu der GmbH.-Gründung kam es nicht mehr, vielmehr eröffnete
William Hayward am 10. August den Konkurs über den Verein.
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