Dirt-Jump für BMX-Rider und Mini-Ramp im Baron-Schwarz-Park
Maßgeschneiderte Trendsportflächen für Jugendliche
Radfahren im Gelände abseits von Straßen: BMX steht bei Salzburgs Jugendlichen hoch im Kurs. Im Baron-Schwarz-Park im Stadtteil Schallmoos hat die Stadt Salzburg deshalb ein maßgeschneidertes Areal für den beliebten Out-Door-Sport realisiert, in Verbindung mit einer Skateboard-Miniramp. Am Donnerstag, 11.12., präsentierten Bürgermeister Heinz Schaden und Bgm.-Stv. Harry Preuner das neue Freizeit- und Sportareal für Biker und Skater auf mehr als 2.000 Quadratmetern Fläche.
Jugend-Ressortchef Heinz Schaden: „Weil wir laufend mit den Jugendlichen in der Stadt im Gespräch sind, kennen wir auch ihre Anliegen aus erster Hand. Frei zugängliche Flächen für Trendsportarten sind stark gefragt. Sie sind auch notwendig, damit die jungen Leute ihre Kräfte produktiv austoben können.“
Die beiden Trendsportflächen – Dirt-Jump für BMX- und Mountain-Biker und Mini-Ramp für Skateboarder - sind in dieser Form einzigartig in Salzburg. Entwickelt wurde das Projekt vom Gartenamt und Jugendbüro der Stadt gemeinsam mit Szenekennern. Die Gestaltung haben die Biker selbst übernommen; auch Umgestaltungen und Verbesserungen können sie jederzeit selbst vornehmen. Machbarkeit und technische Voraussetzungen wurden entsprechend geprüft (TÜV). Insgesamt wurden 1.700 Kubikmeter Erde und andere Materialien verbaut, die Errichtungskosten belaufen sich auf rund 50.000 Euro.
Für Bgm.-Stv. Harry Preuner ist der nun fertig gestellte Dirt Park ein gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit der Fachleute der betroffenen Dienststellen: „Wir verfügen im Gartenamt über hervorragende Experten, die sich auch mit den jeweils aktuellen Trendsportarten unter den Jugendlichen auseinandersetzen und dafür maßgeschneiderte Lösungen entwickeln. Mein Dank gilt daher vor allem diesen Mitarbeitern. Ich bin froh, dass wir mit dem Dirt Park nun eine Top-Anlage haben, die vor allem von den Jugendlichen akzeptiert wird und die auch die nötige Akzeptanz in der Umgebung findet.“
Körperbeherrschung und Kondition für luftige Tricks
Der „Dirt-Jump“ bietet auf mehr als 2.000 Quadratmetern drei Lines (Strecken) mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die - vergleichbar mit Skiabfahrten - entsprechend gekennzeichnet sind: Blau (einfach) für Anfänger, rot (mittel) für Fortgeschrittene und schwarz (schwierig) für Profis und Könner. Während die leichte und mittlere Line jederzeit befahrbar ist, kann die schwarze „Extremstrecke“ gesperrt werden. Die Verwaltung der Schlüssel übernimmt ein von Mit-Konstrukteur Max Pacher gegründeter „Dirt-Jump-Verein“. Die Benutzung des Dirt-Jump erfolgt auf eigene Gefahr, Schutzausrüstung wird allen Bikern empfohlen.
Die lokale Bike-Szene boomt; mit dem 25-jährigen Thomas Öhler hat Salzburg sogar einen Weltmeister im „Trialbike“. Die extreme Trendsportart entwickelte sich in den 90er Jahren aus der BMX-Szene und erfreut sich international eines immer größer werdenden Interesses.
Ähnlich wie beim Skaetboarden geht es um das Ausführen von „Tricks“ (aus Kombinationen von Drehungen, Überschlägen und Körperakrobatik) in der Luft, mit abschließender stabiler Landung zur Weiterfahrt. Für den Absprung in die Luft werden unterschiedlich geformte Rampen benutzt - in der Fachsprache Hills, Jumps, Tables, Anlieger, Doubles oder Wellen. Ideales Gefährt im Dirt-Park ist ein Dirt Bike – eine stabile Variante des Mountainbikes mit meist kleinerem Rahmen.
Dirt-Jumpen erfordert und fördert nicht nur die Kondition, sondern auch Körperbeherrschung, Reflexe, Gleichgewichtssinn und Wahrnehmung.
Perfektes Doppel: Mini-Ramp für Boarder
Als perfekte Ergänzung zum Biker-Areal und zum Skatepark im Süden der Stadt (Hellbrunner Brücke) ist im Baron-Schwarz-Park eine Miniramp für die wachsende Salzburger Skater-Community entstanden. Hier stehen mehr als 200 Quadratmeter Fahrfläche nach Plänen der jugendlichen BenutzerInnen zur Verfügung. Die Ausführung, komplett aus Beton mit Erdeinrahmung, übernahm eine Spezialfirma ais Tirol. Die Miniramp wurde technisch sorgfältig überprüft (TÜV).
Service-Info: Die Tricks im Dirt-Jump
360. eine komplette Drehung in der Luft
Airwalk. Bike in der Luft quer stellen und in der Luft "laufen"
Backflip. Rückwärtssalto
Bar-Spin. freihändige Rotation des Lenkers um die eigene Achse
Can-Can. ein Bein über das Oberrohr auf die andere Seite bewegen
E.T. mit dem Gesäß den Hinterreifen berühren bzw. abschleifen sodass das Rad aufhört sich zu drehen
Heel-Clicker. die Hacken vor dem Lenker zusammenhauen
Look-Back. nach hinten blicken und den Oberkörper verdrehen
One-Foot. Entfernen eines Fußes von den Pedalen zum gestreckten Bein
One-Hand. eine Hand vom Lenker entfernen
Seatgrab. eine Hand am Sattel
Superman. waagerecht gestreckter Körper in der Luft
Superman Seatgrab. Kombination aus diesen beiden Tricks
Kontakt für Rückfragen:
Jugendbüro der Stadt Salzburg, Jochen Höfferer
Tel. 0662/8072-2976, jochen.hoefferer@stadt-salzburg.at
Bubendorfer, Cay, Mag. (14283)


