Haus der Natur wird künftig vom Almkanal per Wärmepumpe geheizt und gekühlt
„Bei einer Einrichtung wie dem Haus der Natur müssen ganz einfach auch die inneren Werte stimmen – bei der Investitionsentscheidung für die künftige Heiz- und Kühlanlage in dem beliebten naturhistorischen Museum haben wir uns daher selbstverständlich für eine maximal umweltfreundliche Technologie entschieden“ erklärt Bürgermeister Heinz Schaden anlässlich des Einbaus einer Heiz/Kühl-Wärmepumpe im Haus der Natur.
Das System einer kombinierten Wärme/Kältepumpenanlage für das Haus der Natur spart Betriebskosten und arbeitet umweltfreundlich mit der Kraft der Natur. Die jährliche Einsparung bei den Betriebskosten für Heizung und Kühlung wird mit etwa 15.000 Euro veranschlagt. Für den Betrieb der Anlage wird der historische Almkanal bzw. seine Seitenarme genutzt. Ähnliche Systeme sind auch im neuen Salzburg Museum und der Großen Aula der Universität im Einsatz.
Seit dem heurigen Jänner laufen ja die Arbeiten für die Erneuerung und Erweiterung des Hauses der Natur. Dabei wird der Eingangsbereich, der Vorplatz, die Fassade und die Verbindung zwischen „altem“ Haus der Natur und dem Gebäude des früheren Museums Carolino Augusteum neu gestaltet. Zudem werden funktionale Strukturen im Haus (etwa die Situierung der Cafeteria) verbessert.
Dazu wird im Bereich des Vorplatzes ein eigenständiger Baukörper vorgesetzt, Glas-Konstruktionen sorgen dabei für Transparenz. Die bestehenden Fassaden werden gemäß den historischen Vorgaben saniert. Die Verbindung der beiden Häuser wird ein Gesamtprojekt aus einem Guss ergeben, auch wenn die Fassaden nicht grundlegend verändert werden. Stadt und Land stellen für das Gesamtprojekt 15 Millionen Euro zur Verfügung, Bauherrin ist die Stadt Salzburg Immobilien GmbH (SIG).
Baubeginn im Bauteil des ehemaligen SMCA war Mitte Jänner 2008, derzeit laufen hier die Ausbauarbeiten, diese werden bis Anfang November abgeschlossen. Für die Aus- und Umbauten im Haus der Natur selbst wird das Gebäude ab September 2008 für rund vier Monate geschlossen, die bauliche Fertigstellung ist in einem Jahr abgeschlossen. Nach dem Einrichtungs-Arbeiten wird das erweiterte Haus der Natur als Gesamtprojekt im Mai 2009 in Betrieb genommen.

Bürgermeister Heinz Schaden und Direktor Eberhard Stüber beim Einbau der Wärme/Kältepumpe ins Salzburger Haus der Natur
Greifeneder, Johannes (20222)