Zeitgenössische Entwicklungen im Gespräch: „Artist Talk“ am 24. März

21.03.2011

Was tut sich in der internationalen Kunstszene? Welche überregionalen Entwicklungen und Strömungen prägen aktuelle künstlerische Positionen? Und welchen Blick haben internationale Kunstschaffende auf den Kulturstandort Salzburg?

Die Salzburger „Arist Talks“ starten ins Sommersemester: In der Kooperationsreihe der Kulturabteilung mit dem Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst/Contemporary Arts and Cultural Productions der Salzburger Universitäten sprechen wieder internationale GastkünstlerInnen aus den Bereichen Bildende Kunst, Tanz und Performing Arts über ihre Arbeitsprozesse.

Den Auftakt im neuen Semester am 24. März macht Achim Locke, weitere Gespräche im Atelier in der Bergstraße finden monatlich statt: Ninetta Czank (Budapest) am 14. April, Susan Donath (Dresden) am 19. Mai und Ulrich Egger (Meran) am 16. Juni.

Achim Locke lebt und arbeitet derzeit im Gastatelier der Stadt Salzburg im Künstlerhaus. Beim Artist Talk wird er seine Fotoarbeiten, raumbezogenen Installationen, Zeichnungen und Malereien präsentieren. Interessiert und zugleich fasziniert ist der Künstler aus Bremen vor allem am Übergang von einer Welt in die andere. Auf vielfältige Art versucht er diesem "Dazwischen" nachzuspüren. Historische, soziologische und architektonische Fragen stellen sich unmittelbar in diesem Zusammenhang - aber auch gleichbedeutend ästhetische Fragen und solche des künstlerischen Prozesses.

Beispielhaft und bezeichnend für diese Suche steht ein gemaltes Tagebuch mit dem Titel "...wenn der Morgen kommt". Achim Locke sagt dazu: "In diesem Künstlerbuch der 100 Seiten habe ich täglich, fortlaufend über Monate, unmittelbar nach dem Wachwerden ein Bild gemalt, um dem Zwischenraum nachzuspüren - noch im Traum verhaftet und doch schon in der Realität zu sein. Bis heute beziehen sich meine Arbeiten immer wieder auf diese Thematik. So auch in den Arbeiten mit dem Titel "Landschaft - Fluchten". Ausgangspunkt dafür ist die Bewegung von einem Ort zum anderen. Ich begebe mich auf die Suche nach Orten, Landschaften, Bildern und Situationen für meine Malerei. Dabei dient mir die Fotografie als Medium - manchmal nur als Erinnerung - für den später folgenden malerischen Prozess." Die Reise nach Salzburg und der Aufenthalt als Artist in Residence werden bzw. wurden zum Teil dieses Projektes.


Achim Locke, geboren 1952 in Marburg, studierte visuelle Kommunikation, gründete die Produzentengalerie Zwischenzeitwerkstatt in Bremen, verbrachte während der 1990er Jahre regelmäßig Arbeits- und Studienaufenthalte in Perugia (Italien). Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen.

..................................................................

Arist Talk mit Achim Locke
24. März, 18 Uhr
Wissenschaft & Kunst – Atelier in der Bergstraße 12
..................................................................

Cay Bubendorfer