Planungsausschuss: Schallmoos bekommt Perspektive für gemischte Entwicklung

23.04.2026

Mit zwei Tagesordnungspunkten befasste sich die Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstag, 23. April 2026, unter der Vorsitzführung von Tarik Mete (SPÖ). Der Dringlichkeitsantrag zu einer Transformationsfläche in der Richard-Kürth-Straße stand zur Debatte:  

Mit den städtebaulichen Rahmenbedingungen für die Liegenschaft Richard-Kürth-Straße in Schallmoos wird ein weiterer Schritt für die Entwicklung einer sogenannten Transformationsfläche gesetzt. Auf dem circa 4.600 Quadratmeter großen Areal, das derzeit als Gewerbegebiet gewidmet ist, soll künftig eine gemischt genutzte Entwicklung ermöglicht werden. Vorgesehen ist eine nachhaltige und sozial orientierte Wohnnutzung mit förderbaren Wohnungen, kombiniert mit hochwertigen Gewerbeflächen in der Sockelzone. Ergänzend sollen öffentlich zugängliche Freiflächen mit ökologischer Qualität entstehen. Aus Sicht der Stadtplanung kann das Projekt über die einzelne Liegenschaft hinaus wichtige Impulse für Schallmoos geben und als Katalysator für ein produktives, urbanes und stärker durchmischtes Quartier wirken. Die Grundlage für die weitere Entwicklung bildet nun ein offenes und anonymes Architektur-Wettbewerbsverfahren.

Im Ausschuss wurde die angestrebte Transformation des Standorts grundsätzlich breit positiv gesehen, zugleich gab es unterschiedliche Schwerpunktsetzungen in der politischen Diskussion: 
Von Seiten der ÖVP wurde die Fläche als sinnvoller Transformationsort bewertet, verbunden mit dem Hinweis, dass die Entwicklung auch im größeren Zusammenhang mit der laufenden Diskussion rund um das neue Räumliche Entwicklungskonzept gesehen werden müsse, da Schallmoos als gesamter Stadtteil zu betrachten sei. 
Die FPÖ äußerte sich grundsätzlich ebenfalls positiv, kritisierte jedoch die vorgesehene Gebäudehöhe von bis zu sechs Geschoßen. 
Die SPÖ hob besonders positiv hervor, dass eine größere Grünfläche und ein Gehsteig vorgesehen sind, verwies aber zugleich darauf, dass die Mobilität an diesem Standort eine große Herausforderung bleibe. 
Auch die KPÖ unterstützte die Entwicklung im Grundsatz, eröffnete jedoch eine Diskussion über die künftige Organisation der Parkplätze und stellte die Frage nach der Nutzer:innenzuordnung. Dazu wurde seitens des Amts für Stadtplanung und Verkehr klargestellt, dass eine klare Zuordnung vorgesehen ist. 
Planungsstadträtin Anna Schiester (Bürgerliste) betonte in diesem Zusammenhang, dass die Parkplatzfrage im Mobilitätskonzept des Projekts mitgedacht werde und es insgesamt eine ausgewogene Mischung aus Grün- und Parkflächen brauche.

Der Amtsbericht wurde einstimmig beschlossen.  

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Lapuch Laura BA