Bewohnerservice-Stellen lassen Kommunikation im Stadtteil brummen

19.04.2012

Vor genau 25 Jahren, im April 1987, startete die Stadtgemeinde mit siedlungsbezogener Gemeinwesenarbeit im Forellenweg. Mitbestimmung der BewohnerInnen, gemeinsame Überlegungen zu den Rahmenbedingungen, die eine Siedlung von rund 1.000 EinwohnerInnen braucht und gemeinsame Feste standen am Anfang dessen, was heute BewohnerService ist. Heute gibt es fünf BewohnerService-Stellen, und die „brummen“. Zu den jährlich rund 30.000 BesucherInnen bei verschiedensten Veranstaltungen kommen weitere 10.000 Kontakte in Beratungsgesprächen, telefonischen Auskünften etc. „In den nächsten Monaten feiern wir im BWS Aigen & Parsch sowie in Schallmoos & Gnigl das zehnjährige Bestehen. Bewohnerservice ist eine tolle Erfolgsgeschichte. Längst sind diese Drehscheiben aus den Stadtteilen nicht mehr wegzudenken, sie funktionieren hervorragend, hier spielt es sich wirklich ab!“, weiß Ressortchef Bürgermeister-Stellvertreter Dr. Martin Panosch.

Drei Tage im Bewohnerservice

Allein ein Überblick über drei Tage der nächsten Woche zeigt die Umtriebigkeit eines Bewohnerservice. Am 23.4. gibt’s ein begleitetes Erzählcafe für SeniorInnen vormittags, am Nachmittag das vorläufig letzte Treffen von „Selbstbestimmt und Kreativ“, bevor die nächste Runde beginnt. Am 24.4. werden am Vormittag ein Deutschkurs für AnfängerInnen und einer für Fortgeschrittene und am Nachmittag das Freizeitprogramm „Hobby und Geist“ für SeniorInnen geboten. Auch abends ist der Raum schon belegt: ein Yogakurs findet statt. Am 25.4. gibt es eine Informationsveranstaltung im Rahmen der Reihe „Gesundheit und Lebensfreude“ – diesmal zum Thema Arteriosklerose, am 26.4. Krabbeltreff für junge Eltern mit ihren Kindern und am Nachmittag das LiteraturCafe für Leseratten. Dazu noch Beratungszeiten, Kinderclub, Treffen von Nachbarn… Auch zwischen Tür und Angel spielt sich einiges ab. Was hier – nur unvollständig – aufgezählt wurde, ereignet sich in nur drei Tagen im BewohnerService Aigen & Parsch. Auch die anderen BewohnerService-Stellen bieten ein ähnliches Programm.

Im BewohnerService wirkt, was kleine Strukturen auszeichnet und was andere, auf wirtschaftlichen Gewinn angewiesene Einrichtungen nicht anbieten können: Es treffen sich Menschen zu gemeinsamen Betätigungen, wobei auch die Bedürfnisse kleiner Gruppen ihre Berechtigung haben. Es besteht kein Zwang zum Konsum, im Gegenteil: es geht um eigene Aktivität und Kreativität. Die kleinen Veranstaltungsräume der BWS bieten den richtigen Rahmen dazu. Auch so manche kleine Stadtteilinitiative oder Selbsthilfegruppe findet hier ihre Heimat.






Gabriele Strobl-Schilcher