Gaisberg: Waldpflege sichert Erholung, Schutz und Lebensqualität

im Bild v.li.: Rudolf Rosenstatter (Obmann proHolz Salzburg), Christian Neureiter (Förster der Stadt Salzburg), Rupert Quehenberger (Präsident der Landwirtschaftskammer), Grundeigentümer Michael Hauser und Bürgermeister-Stellvertreter Florian Kreibich
Anlässlich der Woche des Waldes setzten Bürgermeister-Stellvertreter Florian Kreibich sowie Vertreter der Landwirtschaftskammer und von proHolz Salzburg ein sichtbares Zeichen für die Zukunft des Stadtwaldes. Am Gaisberg wurden drei Eichen gepflanzt. Die Aktion zeigt: Nur ein nachhaltig bewirtschafteter Wald kann seine wichtige Funktion als Erholungsraum, Lebensraum und Schutzraum langfristig erfüllen.
„Der Gaisberg ist weit mehr als nur ein beliebtes Ausflugsziel – er ist ein echtes Naherholungs-Juwel für die Salzburgerinnen und Salzburger und ein wesentlicher Bestandteil unserer Lebensqualität. Die weitläufigen Waldflächen, zahlreichen Wander- und Spazierwege sowie die einzigartige Naturlandschaft machen ihn zu einem Ort, an dem Menschen jeden Alters Erholung, Bewegung und Ausgleich zum Alltag finden können. Gerade in einer wachsenden Stadt sind solche naturnahen Rückzugsräume von unschätzbarem Wert. Als Gaisbergkoordinator weiß ich, welche Bedeutung dieser besondere Berg für die Bevölkerung hat. Umso wichtiger ist es, den Gaisberg als Erholungsraum nachhaltig zu pflegen, seine hohe Qualität zu erhalten und ihn auch für kommende Generationen als Ort der Begegnung mit der Natur zu sichern. Der Gaisberg ist das bedeutendste Naherholungsgebiet der Stadt Salzburg und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Freizeitgestaltung, Gesundheit und Lebensqualität der Salzburgerinnen und Salzburger“, unterstreicht Kreibich.
Lebensraum Gaisberg
Der Gaisberg ist mit 1.287 Metern der höchste Stadtberg Salzburgs und eines der wichtigsten Naherholungsgebiete der Stadt. Gleichzeitig ist er ein wertvoller Wald- und Lebensraum. Vorherrschend ist der montane Fichten-Tannen-Buchenwald, dessen Zusammensetzung sich durch die Klimaerwärmung zunehmend verändert. Langfristig entstehen laubholzdominierte Mischwälder mit Ahorn, Hainbuche, Linde sowie beigemischte Kiefer und Lärche. Die Pflanzung der drei Eichen steht daher auch symbolisch für eine zukunftsorientierte Waldentwicklung.
Der Gaisbergrundwanderweg führt durch das Naturwaldreservat und gibt Besucher:innen einen guten Einblick in diesen besonderen Lebensraum. Rund um die Kapaunwände finden sich alte Kiefernbestände, bemerkenswerte Felsvegetation und seltene Tierarten wie Haselhuhn, Schwarzspecht, Weißrückenspecht sowie Orchideenarten wie Händelwurz und Knabenkraut.
„Der Wald am Gaisberg steht exemplarisch für die vielen Aufgaben, die unsere Stadtwälder heute erfüllen müssen: Sie sind Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten, wichtiger Schutzraum und zugleich Erholungsgebiet für die Bevölkerung. Damit der Wald diese Funktionen auch in Zukunft erfüllen kann, braucht es eine vorausschauende, klimaangepasste Waldpflege und stabile Mischwälder“, betont Stadtförster Christian Neureiter.
Geführte Wanderungen anlässlich der Woche des Waldes
Salzburgs Stadtwälder sind Erholungsräume, Lebensräume und wichtige Klimaschützer mitten in der Stadt. In der Woche des Waldes lädt die Stadt Salzburg von Montag, 8. Juni, bis Donnerstag, 11. Juni 2026, wieder zu geführten Waldwanderungen ein. Die kostenlosen Führungen bieten spannende Einblicke in die grünen Lungen der Stadt und zeigen, wie vielfältig die Aufgaben der städtischen Waldpflege sind.
Die Termine:
Montag, 8. Juni: Kapuzinerberg
Treffpunkt: Kapuzinerkloster Pforte
Dienstag, 9. Juni: Mönchsberg
Treffpunkt: Richterhöhe
Mittwoch, 10. Juni: Hellbrunnerberg
Treffpunkt: Steintheater
Donnerstag, 11. Juni: Königswäldchen Leopoldskron
Treffpunkt: Parkplatz Weiherwirt
Beginn ist jeweils um 17 Uhr. Die Wanderungen sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Groß und Klein sind herzlich eingeladen. Festes Schuhwerk wird empfohlen.
Eva Kuchner-Philipp