Großübung im Salzburger Lokalbahnhof erfolgreich abgeschlossen
Feuerwehren und Rotes Kreuz meistern anspruchsvolles Einsatzszenario
Menschenrettung aus dem verrauchten Bereich
Dichter Rauch im unterirdischen Lokalbahnhof, ein Brand in einer Lokalbahngarnitur und mehrere verletzte Fahrgäste: Unter möglichst realistischen Bedingungen haben Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr und Rotes Kreuz am Donnerstagabend gemeinsam für den Ernstfall trainiert. Die Bilanz nach der Großübung fällt positiv aus: Die vorgesehenen Aufgaben konnten erfolgreich abgearbeitet werden, das Zusammenspiel der beteiligten Einsatzorganisationen funktionierte reibungslos.
Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Stefan Krakowitzer ist zufrieden: „Die Übung hat gezeigt, dass unsere Abläufe auch unter schwierigen Bedingungen funktionieren. Menschenrettung, Brandbekämpfung und die Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und den Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr haben sehr gut geklappt. Genau für solche Situationen trainieren wir – damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt“.
Auch Michael Leprich, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Salzburg, hebt die gute Zusammenarbeit hervor: „Gerade bei einem solchen Einsatzszenario mit vielen Verletzten ist entscheidend, dass Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr und Rotes Kreuz eng abgestimmt vorgehen. Die Übung hat gezeigt, dass dieses Zusammenspiel sehr gut funktioniert.“
Auch der Einsatzleiter des Roten Kreuz Jakob Hollergschwandtner zieht eine positive Bilanz: „Für uns war entscheidend, die geretteten Patient:innen rasch zu sichten, medizinisch zu versorgen und die weiteren Maßnahmen zu koordinieren. Die Übergabe zwischen den Kollegen der Feuerwehr und dem Roten Kreuz hat sehr gut funktioniert. Das ist bei einem Einsatz mit vielen Verletzten besonders wichtig“.
Brandbekämpfung und gute Versorgung
Im Mittelpunkt der Großübung standen die Menschenrettung aus einem verrauchten Bereich, die Brandbekämpfung unter Atemschutz sowie die Abstimmung und Kommunikation zwischen den beteiligten Organisationen. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte an der Übung beteiligt. Die 15 Kollegen der Berufsfeuerwehr und 50 von der Freiwilligen Feuerwehr waren vorrangig bei der Menschenrettung, Brandbekämpfung und Kontrolle der unterirdischen Verkehrsanlage eingesetzt. Die 21 Einsatzkräfte des Roten Kreuz versorgten im Anschluss die 20 verletzten Personen. So mussten einerseits Verletzte aufgrund des Brandrauchs und andererseits aufgrund von Fluchtverletzungen medizinisch versorgt werden.
Das Zusammenspiel der Einsatzkräfte an diesem nicht alltäglichen Übungsort funktionierte dabei sehr gut und die vorgesehenen Übungs- und Versorgungsabläufe konnten durchgeführt werden. Das Ende der Übung war planmäßig um 20.30 Uhr.
Nicole Salamonsberger