Interreligiöser Rat der Stadt Salzburg tagte in Liefering
Austausch über Friedhofskultur, Gemeinwesenarbeit und das Zusammenleben in Salzburg
(v.l.n.r: Barbara Wiedermann (Christuskirche), Walter Pechhacker (neuapostolische Kirche), Kurt Krammer (Buddhistische Gemeinde), Olivier Dantine (Evangelische Kirche), Judith Mitterling (Bahai Gemeinde), Martin Obermeir-Sigrist (evangel.-methodistische Kirche), Andrea Brandner (Stadträtin Soziales und Stadt:Gärten), Ismail Ozan (IRG islamische Gemeinde), Klaudia Schumacher (BWS Liefering Süd), Matthias Hola (katholische Kirche), Isabel Bojanovsky (Team Vielfalt – Moderation), Christian Stadler (Stadt:Gärten), Elisabeth Schwaiger (griech.-orthodoxe Gemeinde), Dumitru Viezuianu (rum.-orthodoxe Gemeinde)
Der Interreligiöse Rat der Stadt Salzburg kam gestern, Mittwoch 28. Oktober, zu seiner zweiten Sitzung zusammen. Gastgeberin war die neue Bewohnerservicestelle Liefering Süd im Seniorenwohnhaus Liefering. Zahlreiche Teilnehmer:innen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen, Einblicke in die Arbeit städtischer Einrichtungen zu gewinnen und gemeinsame Anliegen für ein gutes Zusammenleben in Salzburg zu diskutieren.
Einen fachlichen Impuls gab Christian Stadler, Amtsleiter der Stadtgärten, der auch für die sechs städtischen Friedhöfe verantwortlich ist. Sein Beitrag bot Anknüpfungspunkte für den interreligiösen Austausch über Friedhöfe als Orte der Erinnerung, des Abschieds und des respektvollen Umgangs mit unterschiedlichen religiösen Traditionen.
Claudia Schuhmacher von der Bewohnerservicestelle Liefering Süd stellte anschließend die Gemeinwesenarbeit sowie die vielfältigen Angebote der Bewohnerservicestellen in der Stadt Salzburg vor. Bei einer Führung durch die neuen Räumlichkeiten erhielten die Teilnehmer:innen Einblicke in die Arbeit vor Ort und in die Möglichkeiten, Begegnung, Nachbarschaft und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion standen die Perspektiven und Erfahrungen der Religionsvertreter:innen. Dabei wurde das gemeinsame Interesse deutlich, den Dialog zwischen den Religionen zu stärken, gegenseitiges Verständnis zu fördern und das gute Zusammenleben aller Menschen in der Stadt Salzburg aktiv mitzugestalten. Moderiert wurde die Sitzung von Isabel Bojanovsky vom Team Vielfalt der Stadt Salzburg. Der Interreligiöse Rat bietet Vertreter:innen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften und der Stadtverwaltung einen Rahmen für regelmäßigen Austausch, gegenseitige Verständigung und die gemeinsame Auseinandersetzung mit Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Stadträtin Andrea Brandner betont: "Ein gutes Zusammenleben in unserer Stadt lebt von gegenseitigem Respekt, Offenheit und dem Dialog miteinander. Der Interreligiöse Rat schafft Raum für Begegnung, baut Brücken zwischen unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften und stärkt das Verständnis füreinander. Es freut mich, dass wir gemeinsam daran arbeiten, Salzburg als Stadt zu gestalten, in der Vielfalt als Bereicherung gelebt wird."
Die nächste Sitzung ist für das Frühjahr 2027 geplant. Damit wird der kontinuierliche Austausch zwischen den Religionsgemeinschaften und der Stadt Salzburg weitergeführt, um gemeinsame Anliegen aufzugreifen und das respektvolle Miteinander in der Stadt nachhaltig zu stärken.
Info-Z