Nach 24-jährigen Hotelaufenthalt: Sisi-Statue übersiedelt in der Elisabeth-Vorstadt

Ein ganzer Stadtteil ist bis heute nach der Kaiserin Elisabeth benannt, die 1898 in der Schweiz ermordet wurde. Drei Jahre später ehrte die Stadt Salzburg sie durch die Benennung der „Elisabeth-Vorstadt“ und die Errichtung eines Denkmals beim damaligen Grand Hôtel de l'Europe. Die Marmor-Statue des Bildhauers Edmund Hellmer hatte aber eine lange Wanderschaft: 1925 wurde das Denkmal abgetragen und nach Hellbrunn gebracht, zunächst bei einem Teich, dann im Park nahe der Schlossmauer. Fast hundert Jahre später, im Jahr 2002, kam sie in die Elisabeth-Vorstadt zurück. Die Statue gehört der Stadt, steht aber auf Fremdgrund im Eigentum des Hotels Europa. Aufgrund der vom Hotel Europa angestrebten Umgestaltung des Vorplatzes und um Rechtsstreitigkeiten über Erhaltung und Sauberkeit zu vermeiden, übersiedelt die Statue erneut, um wenige hundert Meter.
Gestern, Dienstag, wurde die Statue mit einem Kran abgebaut. Heute kommt sie zum Wirtschaftshof, dort wird sie zwischengelagert. „Um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, kommt die stadteigene Statue auf stadteigenen Grund. Sie bleibt in der Elisabeth-Vorstadt und in Bahnhofsnähe, alles andere wäre unpassend“, sagt der für das Bauwesen zuständige Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl: „In Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung und den Stadtgärten haben wir einen neuen Standort gesucht und vor der VS Pestalozzi gefunden. Im Herbst wird die Statue mit dem Sockel nach einigen kleineren Maßnahmen wieder aufgestellt.“
InfoZ