Notwendiger Neubau: Brücke Mildenburggasse soll ersetzt werden
Provisorische Zufahrt sichert Erreichbarkeit – Verkehr auf der Bürglsteinstraße bleibt in beiden Richtungen möglichDie Stadt Salzburg plant den Neubau der Brücke Mildenburggasse über den Gersbach. Seit Jahren ist diese Sanierung Thema bei den jährlichen Tiefbaukoordinierungen zwischen den verschiedenen Bauträgern. Die bestehende Brücke befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand und muss daher ersetzt werden. Der Bauausschuss befasst sich morgen, Donnerstag, 23. Juli 2026, mit der Vergabe der Baumeisterarbeiten. Vorbehaltlich der Beschlussfassung beginnen die Vorarbeiten Ende August 2026.
„Wir setzen die notwendigen Maßnahmen um und planen die Arbeiten so, dass die Einschränkungen möglichst gering bleiben. Die Mildenburggasse bleibt über eine provisorische Zufahrt erreichbar, auf der Bürglsteinstraße bleibt in jeder Fahrtrichtung ein Fahrstreifen offen und der Busverkehr läuft regulär weiter“, sagt der ressortzuständige Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl.
Provisorische Zufahrt wird zuerst errichtet
Bevor die bestehende Brücke gesperrt wird, richtet die Stadt eine provisorische Zufahrt zur Mildenburggasse ein. Sie führt von der Aigner Straße über die Zufahrt beim Finanzamt und die Lilli-Lehmann-Gasse in die Mildenburggasse.
Damit bleibt die Zufahrt für Bewohner:innen, Anrainer:innen und Baustellenfahrzeuge während der gesamten Bauzeit erhalten. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse ist die provisorische Zufahrt für besonders große Fahrzeuge nur eingeschränkt geeignet. Größere Lieferungen, Übersiedlungen oder Bauarbeiten sollten daher rechtzeitig mit dem Straßen- und Brückenamt abgestimmt werden.
Die unmittelbar betroffenen Bewohner:innen erhielten bereits Mitte Juni ein ausführliches Schreiben zum geplanten Bauablauf, zur provisorischen Zufahrt und zu den damit verbundenen Einschränkungen. Auch die Salzburger Festspiele wurden frühzeitig über die geplanten Arbeiten informiert.
Hauptarbeiten beginnen Mitte September
Die Sperre der Brücke und die Hauptbauarbeiten beginnen voraussichtlich Mitte September 2026. Die Fertigstellung ist für Mitte April 2027 vorgesehen.
„Eine Verkürzung der Bauzeit durch den Einsatz von Fertigteilen wurde geprüft, aufgrund der beengten Platzverhältnisse ist diese Variante jedoch nicht umsetzbar. Auch die zahlreichen Versorgungsleitungen im Baufeld machen den Neubau technisch anspruchsvoll. Deshalb ist eine genaue Bauphasenplanung besonders wichtig: Zuerst errichten wir die provisorische Zufahrt, erst danach beginnen die Hauptarbeiten an der Brücke. So bleibt die Mildenburggasse während der gesamten Bauzeit erreichbar“, erklärt Projektleiter Manuel Wolfesberger vom Straßen- und Brückenamt.
Bürglsteinstraße bleibt in beiden Richtungen befahrbar
Während der Bauzeit steht die Busspur entlang der Bürglsteinstraße im unmittelbaren Baustellenbereich nicht zur Verfügung. In jeder Fahrtrichtung bleibt jedoch ein Fahrstreifen für den Verkehr offen. Der Busverkehr läuft regulär weiter.
Der rechtsufrige Geh- und Radweg entlang der Bürglsteinstraße muss während der Arbeiten ebenfalls gesperrt werden. Fußgänger:innen können den Gehsteig auf der gegenüberliegenden Straßenseite nutzen. Dies ist auch die beste Option für Radfahrer:innen, die ein kurzes Stück absteigen und schieben müssen. Zusätzlich wird es auch eine gut beschilderte Umleitung für Radfahrer:innen über den Bereich beim Finanzamt und den Dr.-Karl-Böhm-Weg geben.
„Trotz aller Vorkehrungen kann es zeitweise zu Verzögerungen kommen. Wer seine Wege während der Bauzeit mit dem Bus, mit dem Rad oder zu Fuß zurücklegen kann, hilft mit, den Verkehr flüssig zu halten. Das kommt besonders jenen zugute, die auf das Auto angewiesen sind“, sagt Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl.
Neue Stahlbetonbrücke und sanierte Fahrbahn
Am Standort der bestehenden Brücke entsteht ein neues Stahlbetontragwerk. Es wird insgesamt sechs Meter breit und damit um einen Meter breiter als das bisherige Bauwerk. Im Zuge des Projekts wird auch die Asphaltdecke der Mildenburggasse instandgesetzt.
Die Baumeisterarbeiten sollen mit einer Bruttoauftragssumme von rund 495.500 Euro vergeben werden. Die Gesamtkosten – einschließlich der bereits angefallenen Planungskosten sowie der Aufwendungen für Bauaufsicht, Baustellenkoordination, Gutachten und Reserven – liegen bei maximal 715.000 Euro.
Tobias Neugebauer