stadt:daten: Salzburg in Zahlen neu entdecken
Die Stadt Salzburg präsentiert ihr neues digitales Statistik-Tool
(v.l.n.r.: Projektleiter Alexander Seymer, Leiterin Haus der Stadtgeschichte Sabine Veits-Falk, Bürgermeister Bernhard Auinger, Abteilungsvorständin 2/00 Dagmar Aigner, Dienststellenleiter Stadtstatistik Marcel Höhn)
Daten, die bisher im jährlich erscheinenden Statistik-Jahrbuch publiziert wurden, sind ab 25. September auch auf einer neuen interaktiven Website online verfügbar.
Diese werden regelmäßig mit neuen Daten erweitert.
Die stadt:daten sind am Computer, Tablet und Smartphone übersichtlich und anschaulich für alle frei zugänglich.
Bürgermeister Bernhard Auinger betont: „Mit dem neuen digitalen Statistik-Tool stellen wir eine neue Möglichkeit der Datenrecherche und -kombination zur Verfügung. Gerade in Zeiten von Fake News und KI, in denen die Verunsicherung immer größer wird, welche Informationen und Daten wahr und welche falsch sind, ist es für Zahlen, die von der öffentlichen Hand zu Verfügung gestellt werden, unerlässlich, die Herkunft genau zu dokumentieren und für alle zugänglich zu machen.“
Infos zur Stadt-Statistik
Die Stadt-Statistik ist eine Dienststelle der MA 2/01 Stadtarchiv und Statistik und gehört zur MA 2 – Abteilung für Kultur, Bildung und Wissen. Sie ist die zentrale Stelle für Daten und Zahlen der Stadt.
Dazu gehören nicht nur die Erhebungen für die Tourismus-Statistik und den VPI im Auftrag der Statistik Austria als gesetzliche Verpflichtung, sondern die Dokumentation und Bereitstellung von Daten aus unterschiedlichen Bereichen.
Zu diesen zählen: Bevölkerung, Umwelt, Energie, öffentliche Ver- und Entsorgung, Kultur, Unterricht, Bildung und Sport, Sozial- und Gesundheitswesen, Tourismus und Verkehr, Bauwesen, Wirtschaft, Verwaltung und Wahlen, Rechtspflege und Sonstiges.
Diese werden für die Verwaltung, Politik, Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit nutzbar gemacht.
„Mit der Veröffentlichung von geprüften, validen Zahlen zur Stadt Salzburg entsteht noch mehr Transparenz und es wird ein enormer Wissensschatz für Wissenschaft, Forschung, Bildung, Medien, Wirtschaft und v.a. auch für die Bevölkerung elektronisch verfügbar gemacht. Daten zu Stadt Salzburg hat in dieser Quantität und Qualität nur die Stadt Salzburg – und diese teilen wir!“, so Kulturabteilungsvorständin Dagmar Aigner.
Statistische Jahrbücher
Seit 1950 werden die Statistischen Jahrbücher der Landeshauptstadt Salzburg publiziert. Die darin veröffentlichten Statistiken sind zwar einem Wandel unterworfen, zentrale Bereiche, wie etwa die Bevölkerungsentwicklung, wurden und werden konstant dokumentiert. Sie bieten eine wesentliche Grundlage für die Stadtgeschichtsforschung sowie Standortanalysen und ermöglichen auch Prognosen.
Zusätzlich zum publizierten Jahrbuch steht nun allen, die sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt beschäftigten, eine objektive und seriöse Datengrundlage online auf der Homepage der Stadt zur Verfügung.
Leiterin vom Haus der Stadtgeschichte Sabine Veits-Falk erklärt: „Die Statistischen Jahrbücher der Landeshauptstadt Salzburg erscheinen seit 1950 und die darin veröffentlichten Zahlen und Tabellen wurde im Laufe der Zeit immer wieder erweitert. Mit den stadt:daten bieten wir nun zusätzlich eine völlig neue online-Möglichkeit des Datenzugangs.“
Genese des Projekts stadt:daten
Ausgangspunkt von stadt:daten ist Datenmaterial, das in der Stadt-Statistik bereits vorliegt und dessen Publikation bislang an den Erscheinungstermin des Statistischen Jahrbuchs gebunden war. Das Projekt löst diese Bestände aus dem jährlichen Rhythmus und stellt sie bereit, sobald sie vorliegen.
Die Tabellen des Jahrbuchs lagen in unterschiedlicher Form vor. Für stadt:daten wurden sie in ein vierstufiges Schema (Taxonomie) gebracht: Themengruppe, Thema, Statistik, Tabelle. Themengruppe und Thema fassen den sachlichen Zusammenhang, Statistik und Tabelle bezeichnen die einzelne Auswertung. Von der Themengruppe führt ein durchgängiger Weg bis zur einzelnen Tabelle. So erhält jeder Bestand einen festen Ort und bleibt über die Jahrgänge hinweg an derselben Stelle greifbar. Ein weiterer Jahrgang schließt an diesem Ort an.
Gerade für Planung und Entscheidung, beispielsweise magistratsintern, sind diese Datengrundlagen von zentraler Bedeutung – von der Themengruppe bis zur einzelnen Tabelle, im Vergleich über mehrere Jahrgänge.
Die Idee zu stadt:daten entstand im Frühjahr 2025. Die Umsetzung begann im Frühsommer nach Abstimmung mit der IKT unter der Projektleitung von Alexander Seymer. Dem gesamten Team der MA 2/01 Stadtarchiv und Stadtstatistik unter der Dienststellenleitung von Marcel Höhn ist es nun gelungen, mit 25. September 2026 das Datenportal zugänglich zu machen.
„Bisher sind viele Zahlen erst mit dem Statistischen Jahrbuch an die Öffentlichkeit gekommen, einmal im Jahr. Mit stadt:daten stellen wir sie bereit, sobald sie erfasst und aufbereitet vorliegen. Wer plant, entscheidet oder Daten braucht, arbeitet damit mit dem aktuellen Bestand und wartet nicht mehr bis zum Erscheinen des Jahrbuchs“, betont Dienststellenleiter der Stadtstatistik Marcel Höhn.
Projektleiter Alexander Seymer ergänzt: „Mit der neu geschaffenen Struktur können wir mehr Daten schneller und verständlicher für Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit bereitstellen. Zugleich haben wir den Zugang niedrigschwellig und zukunftssicher gestaltet.“
Vorstellung: Stadt:daten
Mit dem stadt:daten Projekt wurden moderne Strukturen geschaffen, welche das Profil der Stadt-Statistik zu einem Datenanbieter für kleinräumige amtliche Statistiken der Stadt Salzburg weiter schärft. Durch den Aufbau einer integrierten Struktur von Datenpipelines, Datenwarehouse, Metadaten und einer Webanwendung werden Daten auffindbar, vergleichbar und verständlich.
Die vier Qualitätsversprechen Kontinuität, Verlässlichkeit, Transparenz und Anschlussfähigkeit stehen dabei im Mittelpunkt. Fest definierte Datenverträge und automatisierte Bereitstellungszyklen garantieren Verlässlichkeit. Methodische Konstanz in der Verarbeitung erzeugt Kontinuität und ermöglicht langfristig stabile und vergleichbare Zeitreihen. Detaillierte Dokumentation und Bereitstellung relevanter Metadaten machen Herkunft und Bedeutung der Daten vollständig nachvollziehbar und transparent. Durch die Verwendung kompatibler Standards in den Statistikdefinitionen sind die Daten vergleichbar. Anschlussfähigkeit wird auch über die Auslieferung der Daten über eine API sichergestellt. Damit wird das Angebot flexibel und zukunftssicher in der Bereitstellung.
Durch diese neue Infrastruktur hat die Stadt-Statistik nun die Möglichkeiten aktuelle Datenbestände besser aufzubereiten, neue Statistiken zu erschließen und damit eine bedürfnisorientierte Weiterentwicklung der Statistik für die Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit umzusetzen.
Die Stadt Salzburg ist die einzige Stadt in Österreich, die über das umfassende Statistik-Tool verfügt, das im eigenen Haus entwickelt wurde.
Lapuch Laura BA