Salzburg braucht leistungsfähige Flugverbindung mit Frankfurt
Salzburg braucht leistungsfähige Flugverbindung mit Frankfurt
Bürgermeister Schaden appelliert an Star-Alliance Lufthansa/AUA/Tyrolean
In Schreiben an die Vorstände von Lufthansa, Austrian Airlines und Tyrolean Airways appelliert heute, Dienstag, 2. Februar 2000, Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden , die Kapazität der Verbindung Salzburg - Frankfurt zu erweitern.
Anlaß für den Appell sind Pläne der Lufthansa, sich im Zuge der Kooperation mit der AUA und Tyrolean Airways vom Salzburg Airport zurückzuziehen. Betroffen davon wäre die Verbindung Salzburg - Frankfurt, die derzeit von der Lufthansa-Tochter Cityline mit vier Flügen pro Tag bedient wird. Derzeit werden dafür die 80sitzigen Avro-Jets eingesetzt, die Verbindung ist zu 70 Prozent ausgelastet. Gemäß internationalen Usancen wird ab einer Auslastung von etwa 65 Prozent größeres Fluggerät eingesetzt, um an Spitzentagen keine Fluggäste abweisen zu müssen. In bisherigen Kontakten mit der Lufthansa hat das Management des Salzburgs Airports auch bereits auf diese Situation hingewiesen und auf den Einsatz eines mindestens 100sitzigen Flugzeugs gedrängt. Zusätzliche Beförderungskapazität auf der Frankfurt-Verbindung kann am ehesten über größere Maschinen aufgebaut werden, da wegen der hohen Auslastung in Frankfurt kaum zusätzliche Landesslots zu erhalten sind. Tatsächlich wurde in den letzten Jahren an Spitzentagen seitens der Lufthansa immer wieder größere Maschinen von Typ Airbus A 320 oder Boeing 737 eingesetzt. Dennoch müssen ab Salzburg immer wieder Fluggäste nach Frankfurt wegen des zu kleinen Fluggeräts abgewiesen werden.
Frankfurt-Verbindung (2)
Derzeit steht noch nicht endgültig fest, welche Fluggesellschaft aus der Lufthansa/AUA/Tyrolean - Allianz ab dem Beginn des
Sommerflugplans am 26. März die Frankfurt-Verbindung fliegen wird. Dem Vernehmen nach soll aber Tyrolean mit ihren 80sitzigen Fokker 70 - Jets zum Einsatz kommen.
Im Interesse der Wirtschaftsregion Stadt und Land Salzburg ersucht Bürgermeister Schaden daher, für die Verbindung Salzburg-Frankfurt künftig größere Maschinen einzusetzen. Andere Bundesländer-Flughäfen sind hier im Vorteil: So soll die Verbindung nach Graz weiterhin von der Lufthansa selber, die Strecke nach Linz von der Lauda Air mit einer Boeing 737 geflogen werden. Es wäre schwer zu verstehen, warum ausgerechnet Salzburg als größter österreichischer Bundesländerflughafen auf diese Weise benachteiligt würde, ergänzt Schaden.
MD01 - Service und Information