Nachmittagsbetreuung: In der Stadt Salzburg seit 10 Jahren Praxis!
Seit 1996 bietet die Stadt Salzburg freiwillig Nachmittagsbetreuung an Pflichtschulen an. Im Gegensatz zu den anderen Gemeinden ist daher für die Landeshauptstadt die neue gesetzliche Situation kein Problem: „Salzburg verfügt jetzt, zu einem Zeitpunkt, zu dem andere Gemeinden erstmals den Bedarf erheben müssen bereits über 10 jährige Erfahrung mit der schulischen Nachmittagsbetreuung und betreut knapp 1.000 Kinder. Wir nutzen alle Ressourcen und Raumreserven, die wir in den letzten Jahren geschaffen haben und sind für das neue Schuljahr bestens aufgestellt!“, stellt Schulressortchef Bürgermeister Heinz Schaden fest.
Die schulische Nachmittagsbetreuung ist bei Eltern und Schülern äußerst gefragt, das Interesse steigt ständig. Für das kommende Jahr steht bereits fest, dass im Bereich der 6- bis 10-Jährigen weitaus mehr Kinder angemeldet werden, als im letzten Schuljahr. Die Anmeldungen stiegen um 45 Prozent, das bedeutet, dass alleine in den Volksschulen statt aktuell 586 Kinder 852 Plätze für das Schuljahr 06/07 erforderlich sind. Eine Situation, die den bisherigen Weg Salzburgs bestätigt. Für den Bürgermeister ist klar, dass auf diese Nachfrage reagiert werden muss: „Dort, wo sich zusätzlicher Bedarf abzeichnet, bauen wir weiter aus.“ erläutert Schaden
Damit im September die benötigten Räumlichkeiten und Betreuungsmöglichkeiten bereit stehen, werden derzeit Ausbau und Adaptierungen in mehreren Volksschulen vorbereitet bzw. durchgeführt. In der VS Aigen werden die Garderoben verlegt, um neuen Raum zu schaffen, in der VS Herrnau entsteht ein zusätzlicher Raum durch Abtrennung im Vorraumbereich, in der VS Taxham erfolgt die Adaptierung für die Nachmittagsbetreuung im Rahmen der aktuellen Brandschutzumbauten, in den VS Abfalter und Aigen werden bestehende Raumreserven adaptiert und eingerichtet.
Die Kosten für die Nachmittagsbetreuung beliefen sich im Haushaltsjahr 2005 der Stadt Salzburg auf 981.000 Euro; der städtische Zuschuss pro SchülerIn beträgt 773 Euro, der monatliche Kostenbeitrag der Eltern liegt - genauso wie im Hort – bei 70,5 Euro. „Wie sich der finanzielle Bedarf in der Zukunft weiter entwickelt, ist momentan nicht abschätzbar. Aber eines ist sicher: leistbare Nachmittagsbetreuung bleibt weiterhin unser Programm!“ so der Bürgermeister.
Greifeneder, Johannes (20222)