Winterdienst der Stadt für Einsatz gerüstet

28.11.2012

Zwischen 4,2 Millionen € und 1,7 Millionen € pendeln die Kosten für den Winterdienst seit dem Jahr 2000. Es werden bis zu 200 Tonnen Salz (Spitzenwert 8. Dezember 2010) und 224 Tonnen Splitt (Spitzenwert 9. Dezember 2010) pro Tag eingesetzt, um die Straßen sicher befahrbar zu machen. Die 180 Mann starke Belegschaft der Bauregie leistet hier bis zu 6.000 Überstunden im Monat und ist im Fall des Falles 24 h/7 Tage die Woche im Einsatz.

Der Winterdienst dauert in der Regel von 1. November bis 31. März und wird mittels Einsatzplan festgelegt. Jedoch wird mit dem Bereitschaftsdienst bzw. dem Einsatz erst bei erstem Schneefall oder Glatteis begonnen. In dieser Zeit wird täglich von der Wetterwarte eine E-Mail mit einer 24 Stunden Prognose gesendet. Seit dem Winter 2012 gibt es auch eine 24 Stunden Hotline, wobei der ZAMG-Diensthabende telefonisch erreichbar ist und über Wetterveränderungen den Winterdienst sofort informiert.

Die ressortzuständige Baustadträtin Claudia Schmidt: „Ich hoffe, dass der heurige Winter ähnlich harmlos wie letztes Jahr ausfällt. Im Dezember 2010 war die Mannschaft am Limit, die Lager der Salinen leer und die Schmerzgrenze der Bevölkerung deutlich überschritten. Die Mannschaften rund um Einsatzleiter Christian Bleibler sind wie immer bemüht, sowenig Schnee wie möglich auf die Gehsteige abzuladen. Weiters bitte ich auch um Verständnis, dass die Hauptverkehrsrouten absoluten Vorrang haben und somit kleine Siedlungsstraßen und Radwege erst am Schluss bedient werde können.“

Einsatzzentrale

Die Einsatzzentrale befindet sich auch außerhalb der Dienstzeit im Bauhof des Straßen- und Brückenamtes in der Josef-Brandstätter-Straße 4 und ist bei Bedarf mit dem Einsatzleiter, einem Stellvertreter, den Kraftfahrern für Streufahrzeuge und Schneepflüge besetzt und unter Tel. 8072-4613 jederzeit erreichbar.

Wenn es die Witterung zulässt, ist der Einsatzleiter zu Hause auf Rufbereitschaft und wird im Bedarfsfall von der Feuerwehr über Handy informiert. In weiterer Folge verständigt der Einsatzleiter telefonisch die sich ebenfalls in Rufbereitschaft befindlichen Kraftfahrer. Bereitschaftsgrad und Bereitschaftsstärke werden jeweils nach Beurteilung der Wettersituation in Absprache mit dem Einsatzleiter festgelegt.

Priorität der Räumung

Schwerpunktmäßig werden zuerst die Routen der Obuslinien geräumt bzw. mit Salz bestreut, in weiterer Folge werden die Hauptstraßen geräumt und mit Splitt bestreut. Abschließend werden die Bergstrecken (Mönchsberg, Kapuzinerberg, Heuberg und Kühberg) sowie Nebenstraßen, Siedlungen, Radwege und Gehwege geräumt und bestreut.

Zur Verfügung stehende Einsatzgeräte

6 Salzstreuer für die Strecken der Obuslinien, bei Bedarf sind vier Fahrzeuge zusätzlich umrüstbar auf Räumen und Streuen
5 Splittstreuer (LKW) für Hauptstraßen und Siedlungen
3 Unimog für Bergstrecken (räumen und streuen)
8 Kleinfahrzeuge mit Pflug und Streuer für Rad- und Gehwege, 2 davon umrüstbar auf Schneefräse
18 stadteigene Schneepflüge
16 private Schneepflüge (13 räumen und streuen, 3 nur räumen)
2 Radlader
11 Saugi mit je 4 Mann Besatzung zum Freischaufeln von Zebrastreifen und Bushaltestellen
14 LKW für Schneeabtransport
22 selbstfahrende Schneefräsen für Rad- und Gehwege
bei vermehrtem Schneeabtransport werden je nach Bedarf noch private LKW und Radlader eingesetzt.

1 Solemischanlage zur Erzeugung von Sole für Feuchtstreuung der Obuslinien befindet sich im Bauhof.
2 Silos für je 300 Tonnen Salz und 1 Silo für 100 Tonnen Salz stehen am Bauhof.
1 weiteres Silo für 300 Tonnen Salz wurde am Busterminal Süd in der Alpenstraße aufgestellt, um einen schnelleren Streueinsatz zu ermöglichen.
In einer Vorratshalle im Bauhof können zusätzlich 400 Tonnen eingelagert werden, insgesamt ergibt das eine Kapazität von ca.1.400 Tonnen Salz.

Neben den 1.400 Tonnen Salz liegen aktuell noch ca. 1.300 Tonnen Streusplitt auf Lager.

Karl Schupfer