Radfrühling brachte Salzburger Volksgarten in Bewegung
Gut 13.000 Besucher:innen bei Salzburgs großem Fahrradfest im Volksgarten / AK/ÖGB-Radbörse, Fundrad-Versteigerung, Familienprogramm, Shows, Rad-Touren und stimmungsvoller Konzertabend sorgten für viel Betrieb
Die AK/ÖGB-Radbörse in der Eisarena war auch 2026 einer der Publikumsmagnete des Salzburger Radfrühlings. Rund 1.800 gebrauchte, fahrtüchtige Fahrräder wurden angeboten, etwa zwei Drittel davon wurden verkauft.
Zwei Tage lang stand der Volksgarten am Wochenende ganz im Zeichen des Fahrrads: Der Salzburger Radfrühling hat am Freitag, 8. Mai, und Samstag, 9. Mai 2026, erneut zahlreiche Besucher:innen angezogen. Das große Fahrradfest der Stadt Salzburg bot ein vielfältiges Programm rund um Radfahren, Bewegung, Service, Information und Unterhaltung.
Etwa 13.000 Besucher:innen nutzten das Angebot im Volksgarten und in der Eisarena. Nach knapp 9.000 Besucher:innen im Vorjahr konnte der Radfrühling damit noch einmal deutlich mehr Menschen erreichen.
„Der Radfrühling hat auch 2026 eindrucksvoll gezeigt, wie stark dieses Format geworden ist: Der Volksgarten war erneut ein lebendiger Treffpunkt, die AK/ÖGB-Radbörse zog große Besucherströme an und das vielfältige Familienprogramm sorgte für ein enorm positives Echo. Diese Mischung aus Information, Bewegung und Stadterlebnis macht den Radfrühling zu einem echten Gewinn für Salzburg. Vielen Dank an alle Beteiligten und Kooperationspartner:innen“, sagt Bürgermeister Bernhard Auinger.
Bereits bei der offiziellen Begrüßung am Freitag um 13.30 Uhr zeigte sich der hohe Stellenwert des Radfrühlings: Bürgermeister Bernhard Auinger, Bürgermeister-Stellvertreter Florian Kreibich und Stadträtin Anna Schiester nahmen gemeinsam mit AK-Präsident Peter Eder an der Eröffnung teil. Damit wurde sichtbar, wie breit das Fahrradfest in Salzburg getragen wird – von Stadt, Arbeiterkammer/ÖGB, Aussteller:innen und vielen weiteren Partner:innen.
Volksgarten erneut als starker Veranstaltungsort
Nach der erfolgreichen Standortverlegung im Vorjahr bestätigte sich der Volksgarten auch heuer als passender Ort für das Fahrradfest. Die offene Fläche, die Nähe zur Eisarena und das breite Programm boten gute Bedingungen für Familien, Alltagsradler:innen, sportlich Interessierte und alle, die das Fahrrad neu für sich entdecken wollen.
Kinder und Jugendliche konnten bei Mitmachangeboten aktiv werden. Erwachsene nutzten vor allem Beratung, Testmöglichkeiten, Radchecks, Codierung und Informationen rund um das Radfahren in Salzburg.
„Der Volksgarten wurde beim Radfrühling wieder zu einem lebendigen Treffpunkt für Familien, Kinder, Jugendliche und alle Radinteressierten. Genau solche Angebote zeigen, wie wertvoll gut nutzbare öffentliche Grünräume sind, wenn Bewegung, Begegnung und soziale Teilhabe zusammengedacht werden“, sagt Stadträtin Andrea Brandner.
Für die Planung, Organisation und Programmgestaltung war erneut eine Vielzahl an Abstimmungen notwendig – von den Aussteller:innen über die Infrastruktur bis hin zum Bühnen- und Familienprogramm. „Das große Interesse von Aussteller:innen, Partner:innen und Publikum freut uns sehr. Der Radfrühling zeigt, was möglich ist, wenn Programmgestaltung, Planung, Organisation und viele engagierte Beteiligte gut zusammenspielen. Unser Ziel war ein Radfest, das fachlich stark ist, aber zugleich offen, lebendig und familienfreundlich bleibt“, sagt Florian Lhotka von „AUGURI | Agentur für Marketing, Design und Sport“, die mit der Organisation der Veranstaltung beauftragt wurde.
AK/ÖGB-Radbörse und Fundrad-Versteigerung als Publikumsmagnete
Ein Herzstück des Radfrühlings war auch heuer die AK/ÖGB-Radbörse in der Eisarena. Dort konnten gebrauchte, fahrtüchtige Fahrräder gekauft und verkauft werden. Insgesamt wurden 1.800 Fahrräder angeboten. Zwei Drittel davon wechselten die Besitzer:innen.
Das Angebot reichte von Kinder- und Jugendrädern über Stadträder und E-Bikes bis zu sportlichen Modellen. Die Preisspanne bewegte sich zwischen 10 Euro für günstige Alltagsräder und mehrere tausend Euro für hochwertige Rennräder. Die Eisarena bot der AK/ÖGB-Radbörse erneut verlässliche und wetterunabhängige Bedingungen – auch wenn dieser Vorteil heuer kaum ausgespielt werden musste. Bei angenehmen Frühlingstemperaturen, einem leicht bewölkten Freitag und einem sonnigen Samstag herrschten nahezu ideale Bedingungen für zwei Tage Radfrühling im Freien.
„Der Andrang bei unserer Radbörse hat alle Erwartungen übertroffen. Ich freue mich, dass wir in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dabei helfen konnten, das Haushaltsbudget zu schonen. Zudem wurde ein wichtiger Beitrag für mehr Nachhaltigkeit gesetzt“, sagt AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder, der sich bei den Besucher:innen für das große Interesse bedankt. „Ein herzliches Dankeschön gilt auch den 60 AK- und ÖGB-Mitarbeiter:innen, die am Wochenende im Einsatz waren. Mit viel Elan haben sie für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.“
Großes Interesse gab es auch bei der Versteigerung von Fundrädern durch Dorotheum und das städtische Fundservice. Dabei kamen 33 Fahrräder unter den Hammer. Viele Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, ein günstiges Rad zu ersteigern und gleichzeitig einem Fundstück eine zweite Chance zu geben.
„Die Fundrad-Versteigerung zeigt sehr anschaulich, wie gut städtischer Service, Nachhaltigkeit und praktischer Nutzen zusammenpassen. Fahrräder, die nicht abgeholt wurden, kommen wieder in Verwendung und ermöglichen vielen Menschen einen günstigen Einstieg in die Radmobilität. Das ist ein starkes Serviceangebot der Stadt“, sagt Bürgermeister-Stellvertreter Florian Kreibich.
Viel Programm für Familien und Radfans
Der Radfrühling zeigte auch 2026 die ganze Bandbreite des Radfahrens. Zu den Programmpunkten zählten geführte E-Bike- und Gravel-Touren, Trial-Shows, ein Trial-Workshop, Testmöglichkeiten für Fahrräder und Lastenräder sowie Angebote für Kinder und Jugendliche.
Am Samstag führte die Lastenrad-Parade durch die Stadt. Rund 50 Teilnehmer:innen mit Lastenrädern machten dabei sichtbar, wie vielseitig Fahrräder im Alltag eingesetzt werden können – vom Kindertransport über Einkäufe bis zu gewerblichen Nutzungen.
„Radfahren ist ein wichtiger Baustein für eine leistbare und alltagstaugliche Stadt. Wer sichere Wege, gute Verbindungen und niederschwellige Angebote schafft, erleichtert vielen Menschen den Alltag. Der Radfrühling zeigt, dass Mobilität, soziale Teilhabe und Klimaschutz sehr gut zusammenpassen“, sagt Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl.
Stimmungsvoller Konzertabend zum Abschluss
Für den musikalischen Abschluss sorgten am Samstagabend die Konzerte von Issue Twentyfive und der Revival Band im Volksgarten. Rund 400 Besucher:innen blieben beziehungsweise kamen gezielt zu den Konzerten und feierten bei idealem Frühlingswetter den Ausklang des Radfrühlings 2026.
Nach dem Auftakt durch Issue Twentyfive übernahm die Revival Band mit Rock- und Pop-Hits sowie Medleys aus den 60er-, 70er- und 80er-Jahren. Die Stimmung war ausgelassen und entspannt: Viele Besucher:innen nutzten den Radfrühling nach Radbörse, Shows, Touren und Familienprogramm noch zum gemeinsamen musikalischen Ausklang im Volksgarten.
Radfahren als Teil einer lebenswerten Stadt
Der Salzburger Radfrühling steht für eine Stadt, in der Radfahren als wichtiger Teil der Alltagsmobilität verstanden wird. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, bewegt sich gesund, leise, platzsparend und klimafreundlich. Gerade in der Stadt ist das Fahrrad für viele Wege eine praktische und schnelle Alternative.
Die Stadt Salzburg informierte beim Radfrühling auch über aktuelle Themen rund ums Radfahren und über Verbesserungen für Menschen, die in Salzburg mit dem Fahrrad unterwegs sind. Ziel ist es, Radfahren im Alltag weiter zu erleichtern und Salzburg Schritt für Schritt als Radstadt zu stärken.
„Eine gute Radstadt entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch ein Netz aus sicheren Wegen, klarer Orientierung und positiven Anlässen. Der Radfrühling macht sichtbar, wie groß das Interesse am Radfahren in Salzburg ist – und wie wichtig es ist, diese Mobilitätskultur weiter zu stärken“, ergänzt Stadträtin Anna Schiester.
Positive Bilanz und Ausblick
Stadt Salzburg, Arbeiterkammer/ÖGB und die weiteren Beteiligten ziehen nach zwei Veranstaltungstagen eine positive Bilanz. Der Radfrühling hat auch 2026 gezeigt, dass das Fahrrad in Salzburg viele Menschen bewegt: als Verkehrsmittel, Freizeitgerät, Sportgerät, Familienangebot und Beitrag zu mehr Lebensqualität in der Stadt.
Tobias Neugebauer