33.000 Euro aus dem Klimafonds für Carsharing-Projekte in Salzburg

Zwei bestehende Angebote in Gneis und der Friedrich-Inhauser-Straße werden weiter gestärkt - Stadtweites Carsharing-Konzept in Ausarbeitung
11.05.2026
Rund 12.000 Euro werden zum Beispiel in Gneis verwendet, um die derzeit bestehende Infrastruktur zu unterstützen.

Die Stadt Salzburg unterstützt zwei erfolgreiche Carsharing-Projekte mit insgesamt rund 33.000 Euro aus dem Klimafonds: das ehrenamtlich getragene Freiraum Gneis-Mobil und den Mobility Point in der Friedrich-Inhauser-Straße. Beide Angebote werden gut genutzt, regelmäßig gebucht und zeigen, dass der Bedarf an gemeinschaftlich nutzbarer Mobilität steigt. 

Für das Carsharing-Projekt in Gneis werden rund 12.000 Euro bereitgestellt. Der gemeinnützige Verein Freiraum Gneis-Mobil bietet seit mehreren Jahren kostengünstiges E-Carsharing im Stadtteil an. Der Verein wurde 2019 gegründet, wird ehrenamtlich getragen und verfolgt das Ziel, klimaschonende und leistbare Mobilität im Quartier und im umliegenden Siedlungsraum zu ermöglichen. Seit Anfang 2021 ist dort ein Elektroauto im Einsatz, seit 2025 steht ein zweites Fahrzeug zur Verfügung. Beide Autos können auch von Menschen aus den umliegenden Stadtteilen genutzt werden.

Weitere rund 21.000 Euro fließen in das Projekt in der Friedrich-Inhauser-Straße. Der gemeinsam mit Smart City entwickelte Mobility Point in einer Vorzeige-Wohnsiedlung der Heimat Österreich, betrieben von Family of Power, gilt seit Jahren als gelungenes Beispiel dafür, wie Wohnen, Klimaschutz und Mobilität zusammengedacht werden können. Angeboten werden dort unter anderem E-Carsharing, E-Bikes, ein Lastenrad, E-Scooter, Kinderanhänger und weitere Sharing-Angebote.

Verkehrsstadträtin Anna Schiester betont: „Die Beispiele in Gneis und in der Friedrich-Inhauser-Straße zeigen sehr klar: Carsharing funktioniert, wenn es einfach geht, verlässlich verfügbar ist und direkt dort angeboten wird, wo Menschen wohnen. Die Angebote werden gut angenommen, regelmäßig gebucht und der Bedarf steigt. Deshalb ist es richtig, diese bestehenden Projekte abzusichern und aus ihnen für die ganze Stadt zu lernen.“ Das entspricht auch den Zielen des Smart City Masterplans und des Klimafahrplans der Stadt Salzburg, die integrierte Mobilitätskonzepte im Wohnbau stärken. 

„Damit zahlen wir auf zwei Maßnahmen im Klimafahrplan der Stadt Salzburg ein: dieser sieht zum einen den Aufbau eins flächendeckenden Carsharings vor und zum anderen soll Klimaschutz zum festen Bestandteil der städtischen Organisation werden, um sicherzustellen, dass Entscheidungen unter Berücksichtigung klimarelevanter Aspekte über einzelne Projektlaufzeiten hinweg getroffen werden“, heißt es von Seiten des Teams der klimabewussten Stadt. 

Deshalb arbeitet die Stadt aktuell intensiv an einem stadtweiten Carsharing-Konzept. Carsharing soll künftig stärker als Baustein neben dem klassischen Öffi-Angebot verstanden werden. Im Fokus der aktuellen Planung steht ein stationsbasiertes System für die Wohnbevölkerung, das vor allem dort wirkt, wo Menschen nicht täglich ein eigenes Auto brauchen, aber fallweise auf eines angewiesen sind.

Ziel ist es, ein attraktives stadtweites Angebot besser zu schaffen und Carsharing künftig als Teil eines Gesamtangebots aus Öffis, Radverkehr, Sharing-Angeboten und kurzen Wegen zu verankern. Das Konzept soll voraussichtlich im Herbst im Gemeinderat präsentiert werden.

Schiester abschließend:
„Wir wollen aus guten Einzelprojekten Schritt für Schritt ein gutes System machen. Carsharing kann eine echte Ergänzung oder Alternative zum eigenen Auto sein, das zeigen viele Städte bereits erfolgreich vor.Damit schaffen wir mehr Wahlfreiheit im Alltag, reduzieren Abhängigkeit vom eigenen Pkw und gewinnen langfristig mehr Lebensqualität in den Stadtteilen.“

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