Sozialausschuss: Stadt unterstützt Klang Parade und stellt Weichen für soziale Nachnutzungen und Pflegeversorgung
Am Donnerstag, 07. Mai 2026, haben die Mitglieder des Sozialausschusses unter dem Vorsitz von Gemeinderätin Nicola Korntner (KPÖ Plus) im öffentlichen Teil ihrer Sitzung drei Tagesordnungspunkt behandelt:
- 10.000 Euro für die Klang Parade 2026
Die Stadt Salzburg unterstützt die Klang Parade des EINKLANG.Kulturvereins im Jahr 2026 mit einer Projektförderung in Höhe von 10.000 Euro. Die Parade verbindet Musik, Performance und gesellschaftspolitische Inhalte im öffentlichen Raum. Ziel ist es, Vielfalt sichtbar zu machen und ein Zeichen für Gleichberechtigung, Respekt und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Salzburg zu setzen.
Die Klang Parade ist aus der bisherigen Unite Parade hervorgegangen und wurde organisatorisch sowie inhaltlich weiterentwickelt.
Nach Klubberatung der ÖVP im Sozialausschuss am 23. April 2026, wurde die Förderungen einstimmig beschlossen.
- Bolaring: neue soziale Nutzung statt Leerstand
Für das seit 2022 geschlossene Seniorenwohnhaus Bolaring wird eine neue soziale Nutzung vorbereitet. Der Betrieb als städtisches Seniorenwohnhaus soll endgültig eingestellt werden. Der Standort soll künftig durch die Caritas genutzt werden, mit einem Angebot für ältere Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen. Dafür soll der bestehende Mietvertrag vorzeitig aufgelöst werden.
Die vorzeitige Vertragsauflösung soll spätestens mit 30. Juni 2026 erfolgen. Für die Stadt ist diese Lösung auch wirtschaftlich sinnvoll: Statt laufender Miet- und Erhaltungskosten bei einer regulären Kündigungsfrist von 24 Monaten wird eine Pauschallösung umgesetzt. Damit werden Leerstandkosten reduziert und der Standort bleibt sozialpolitisch sinnvoll genutzt.
Die Förderung wurde einstimmig beschlossen; die endgültige Beschlussfassung erfolgt im Gemeinderat.
- Haus des Roten Kreuzes: geordnete Übersiedlung für Bewohner:innen
Beim Seniorenwohnhaus Haus des Roten Kreuzes ist wegen des geplanten Verkaufs der Liegenschaft eine Standortverlegung notwendig. Betroffen sind 30 Pflegeplätze. Die meisten Bewohner:innen sollen in das Haus Antonius in Hallwang übersiedeln. Wer aus nachvollziehbaren Gründen im Stadtgebiet bleiben möchte, soll in städtischen Seniorenwohnhäusern aufgenommen werden können. Dafür ist eine Abweichung von den regulären Aufnahmekriterien vorgesehen.
Die Förderung wurde einstimmig beschlossen; die endgültige Beschlussfassung erfolgt im Gemeinderat.
Hendrik Stoltenberg