Stadt Salzburg vergibt 64.000 Euro Arbeitsstipendien und fördert Musikszene mit 30.000 Euro
90 Einreichungen für Arbeitsstipendien, 83 für die Musiksonderförderung – ein Rekord, der die Bedeutung der städtischen Förderkultur unterstreicht
(Symbolbild)
Die Stadt Salzburg hat die Ergebnisse der diesjährigen Arbeitsstipendien-Vergabe sowie der Musiksonderförderung bekanntgegeben. Insgesamt werden 64.000 Euro an 33 Künstler:innen für ihre künstlerische Entwicklungsarbeit ausgeschüttet. Die Musiksonderförderung geht mit 30.000 Euro an 36 Musikprojekte – und das bei einer Rekordzahl von 83 Einreichungen. Beide Förderinstrumente sind Teil der Kulturstrategie UNSA Salzburg und stärken gezielt die freie Kunst- und Kulturszene der Stadt.
Bürgermeister Bernhard Auinger freut sich über die Vielzahl an Einreichungen: „Die Rekordzahl an Einreichungen zeigt, wie groß der Bedarf in der Salzburger Kunstszene ist. Dass sich in diesem Jahr 90 Künstler:innen für ein Arbeitsstipendium beworben haben, bestätigt uns darin, diesen Weg weiterzugehen und die Erarbeitungsphase künstlerischer Projekte gezielt zu fördern. Salzburg hat eine lebendige, vielfältige Kulturszene – und die wollen wir stärken."
Arbeitsstipendien: 33 Künstler:innen erhalten Förderung
Insgesamt haben 90 Personen ein Arbeitsstipendium beantragt – darunter 47 Männer, 41 Frauen und 2 diverse Personen. 33 Stipendien wurden zuerkannt. Die Förderung richtet sich an die sogenannte Erarbeitungsphase künstlerischer Projekte: jene Zeit, in der Recherche stattfindet, Konzepte entstehen und neue Formate entwickelt werden – nicht die konkrete Umsetzung. Damit schließt die Stadt eine strukturelle Lücke in der Förderkulisse, denn bislang wurden vor allem Veranstaltungen, durchgeführte Projekte und Jahrestätigkeiten unterstützt, nicht aber die vorgeschaltete Arbeitsphase, ohne die kein Projekt entstehen kann.
Die Stipendien laufen je nach Vorhaben zwischen einem und drei Monaten, die monatliche Förderung beträgt 1.000 bis 1.500 Euro. Für Tanz, Performance und Circus besteht zusätzlich die Möglichkeit, zwei Wochen im Probehaus der Stadt Salzburg kostenlos zu arbeiten.
Die Zuerkennungen verteilen sich auf folgende Sparten:
- Bildende Kunst: 8 Zuerkennungen (von 30 Einreichungen), Gesamtsumme 15.000 Euro
- Musik: 8 Zuerkennungen (von 34 Einreichungen), Gesamtsumme 21.000 Euro
- Film und Medienkunst: 4 Zuerkennungen (von 8 Einreichungen), Gesamtsumme 12.000 Euro
- Tanz, Performance und Circus: 6 Zuerkennungen (von 10 Einreichungen), Gesamtsumme 9.000 Euro
- Theater: 7 Zuerkennungen (von 8 Einreichungen), Gesamtsumme 7.000 Euro
Kulturabteilungsvorständin Dagmar Aigner unterstreicht: „Arbeitsstipendien und Musiksonderförderung sind ganz wesentliche Instrumente für die Entwicklung junger Künstler:innen. Beide Schienen sollen nächstes Jahr fortgeführt werden, um diesen Weg der Nachwuchsförderung konsequent weiterzugehen.“
Musiksonderförderung: Rekord bei Einreichungen
Noch eindrucksvoller zeigt sich das Wachstum bei der Musiksonderförderung. 83 Einreichungen in diesem Jahr stehen 49 im Jahr 2025, 42 im Jahr 2024 und lediglich 14 im Jahr 2023 gegenüber – die Zahl hat sich in drei Jahren mehr als versechsfacht. Besonders erfreulich: Viele neue Bands und Projekte haben sich erstmals für eine städtische Förderung beworben. Der Trend zeigt klar, dass sich dieses Instrument in der Szene etabliert hat und immer stärkere Strahlkraft entfaltet.
Von den 83 Einreichungen – 54 Männer, 29 Frauen – wurden 36 Projekte gefördert: 24 von Männern und 12 von Frauen. Die Gesamtfördersumme beträgt 30.000 Euro.
Hintergrund: Kulturstrategie UNSA Salzburg
Beide Förderinstrumente sind Maßnahmen der Kulturstrategie UNSA Salzburg, mit der die Stadt die Rahmenbedingungen für Kunsttätige gezielt verbessern und Struktur- sowie Prozessförderung ausbauen will. Die Arbeitsstipendien stehen professionellen Künstler:innen offen, die in Salzburg leben oder arbeiten bzw. deren Vorhaben einen klaren Bezug zur Stadt aufweist. Pro Kalenderjahr kann je Person ein Stipendium spartenspezifisch vergeben werden.
Die Ausschreibung für die Arbeitsstipendien 2026 war im Jänner 2026 gestartet worden; Einreichschluss war der 27. März 2026. Die Auswahl erfolgte durch den Fachbereich auf Basis der künstlerischen Qualität der bisherigen Tätigkeit sowie der Plausibilität und Qualität des geplanten Vorhabens.
Lapuch Laura BA