Bahnhofsgarage winterfest: Bauansuchen eingereicht

20.10.2015

Während heute, Dienstag, 20. Oktober die Bahnhofsgarage routinemäßig gereinigt und desinfiziert wird, laufen parallel die Vorbereitungen, um das Flüchtlings-Notquartier winterfest zu machen. Dazu hat heute die Salzburger Parkgaragen-Gesellschaft als Eigentümerin der Liegenschaft ein entsprechendes Bauansuchen eingereicht. Um das Notquartier auch bei Minusgraden betreiben zu können, müssen die Zu- und Abfahrtsrampen mit provisorischen Toren verschlossen werden. Die Beheizung der Tiefgarage soll über eine mobile Heizzentrale erfolgen, welche im Nahbereich der Garagen-Ausfahrt positioniert wird. Nun wird die Baubehörde umgehend die geplanten Maßnahmen baurechtlich prüfen. Fest steht aber jedenfalls, dass die Bahnhofs-Tiefgarage auch nach einer „Aufrüstung“ mit Toren und Beheizung mangels natürlicher Belichtung und Belüftung  nur für die kurzfristige Notversorgung von auf die Weiterreise wartenden Flüchtlingen geeignet ist. Die Garage kann daher im Konzept des Landes zur Vorbereitung von Quartieren für den Fall, dass Deutschland die Grenzabfertigung einstellt, keinesfalls mit eingerechnet werden.

 

Dringend voranzutreiben sind nach Ansicht der Stadt Salzburg auch die Bemühungen, für Asylwerber geeignete Quartiere zu schaffen. Derzeit werden in der ehemaligen Autobahnmeisterei teilweise mehr als 100 AsylwerberInnen, die in den Erstaufnahmezentren keinen Platz finden, aus humanitären Gründen mitversorgt. In diesem Zusammenhang verweist die Stadt auf das Erstaufnahmezentrum im ehemaligen Hotel Kobenzl, das wegen noch nicht abgeschlossener Umbauarbeiten noch immer nicht in voller Kapazität zur Verfügung steht. Entgegen den bisherigen Darstellungen wurde die Baugenehmigung dafür von der Stadt schon im Sommer und innerhalb kurzer Frist erteilt. Ferner ist beabsichtigt, trotz der Einwände seitens der Stadt auch in der Autobahnmeisterei ein Quartier für AsylwerberInnen zu schaffen. Dieses ist aber vom bestehenden Notquartier klar – auch baulich – zu trennen und durch die zuständige Betreiberfirma ORS zu führen.




Johannes Greifeneder