Ehrengrab Heinrich Salfenauer

11.9.1920 – 4.4.2016
Bürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Salzburg

Heinrich Salfenauer wurde als Sohn eines Eisendrehers in Tenneck geboren und absolvierte eine kaufmännische Berufsschule. Schon als Kind war er in der sozialdemokratischen Jugendorganisation Rote Falken aktiv sowie während des Austrofaschismus in der (verbotenen) Revolutionären Sozialistischen Jugend. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs arbeitete er als kaufmännischer Angestellter in der Stadt Salzburg, wo er nach Kriegsdienst und Gefangenschaft 1945 Bezirkssekretär der SPÖ wurde. Er war ab 1951 Mitglied des Gemeinderats und ab 1957 Stadtrat. Im Jahr 1970 folgte er Alfred Bäck als Bürgermeister der Landeshauptstadt nach und blieb bis 1980 im Amt. Salfenauer verstarb 2016 im 96. Lebensjahr in Salzburg.

Während seiner Amtszeit wurden unter anderem große Investitionen in den städtischen Schulbau, der Bau der Mönchsberggaragen, erste Schritte zur Errichtung der Altstadt-Fußgängerzone sowie die Gründung des Reinhalteverbands umgesetzt. Nach seinem Rückzug aus der Politik wurde ihm 1981 die Ehrenbürgerschaft verliehen und 1990 erhielt die Volksschule Schallmoos den Namen Heinrich-Salfenauer-Volksschule. Er war zudem Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich sowie zahlreicher weiterer Ehrungen.

 

Literaturhinweis: Heinrich Salfenauer, Erinnerungen. Vom Arbeiterkind zum Bürgermeister der Landeshauptstadt Salzburg, Salzburg 1997.