Ehrengrab Johannes Freumbichler
22.10.1881 – 11.2.1949
Schriftsteller
Ehrengrab der Gruppe 328 am Friedhof Maxglan
Johannes Freumbichler wurde als Sohn einer Kleinbauern- und Krämerfamilie in Henndorf am Wallersee geboren. Eine höhere Schulbildung brach er mit 19 Jahren ab und suchte in verschiedenen Städten Deutschlands, der Schweiz und Südtirols sein Glück als Schriftsteller – sein literarischer Erfolg stellte sich allerdings erst spät ein. Ab 1904 lebte er mit Anna Bernhard zusammen, die er 1938 heiratete. Ihre gemeinsame Tochter Herta war die Mutter des Schriftstellers Thomas Bernhard (1931–1989), der einen Teil seiner Kindheit bei den Großeltern verbrachte. Freumbichler lebte in den Jahren 1914 bis 1935 in Wien und anschließend bis 1938 in Seekirchen, zumeist in ärmlichen Verhältnissen. Für sein von Carl Zuckmayer gefördertes Werk „Philomena Ellenhub. Ein Salzburger Bauernroman“ erhielt er 1937 den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur. Seine Romane und Erzählungen verarbeiteten heimatliche Erfahrungen. Mit seinen philosophischen Ansichten übte er großen Einfluss auf das Schaffen seines Enkels Thomas Bernhard aus. Die letzten Lebensjahre verbrachte er in der Stadt Salzburg, wo er 1949 starb. Posthum veröffentlichten seine Erben eine Sammlung mit Mundartgedichten Freumbichlers.
In Salzburg Parsch wurde 1950 der Johannes-Freumbichler-Weg nach ihm benannt, ebenso in Wien Penzing 1954 der Freumbichlerweg.
Literaturhinweis: Bernhard Judex, Der Schriftsteller Johannes Freumbichler 1881 bis 1949. Leben und Werk von Thomas Bernhards Großvater, Wien 2006.
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