Barrierefrei-Tipp: Orangerie Salzburg – Kultur und Welterbe für alle erlebbar

28.07.2026
Der Behindertenbeirat der Stadt Salzburg hat die Orangerie Salzburg besucht und sich vor Ort ein Bild von den barrierefreien und inklusiven Angeboten gemacht.
v.l.: Martin Hochleitner, Direktor Salzburg Museum, Andrea Brandner, Stadträtin, Gabriele Weißenbäck, Behindertenbeirat, Bernhard Auinger, Bgm, Monika Schmerold, Knackpunkt, Gertrude (Behindertenbeirat) und Otto Blaschitz, ÖZIV, Claudia Vins, Knackpunkt, Peter Ebner, Team Vielfalt

Im Salzburg Museum ist Inklusion ein wichtiger Bestandteil des Museumsangebots. Auch in der Orangerie Salzburg sollen alle Menschen die Ausstellung möglichst selbstständig, angenehm und bereichernd besuchen können. Das gesamte Museum ist barrierefrei zugänglich. Barrierefreie Toiletten befinden sich im Untergeschoss.

„Die Orangerie Salzburg verbindet Geschichte, Kultur und moderne Vermittlung. Entscheidend ist, dass möglichst alle Menschen diese Angebote selbstständig nutzen und erleben können. Barrierefreiheit ist daher ein wesentlicher Bestandteil einer offenen und inklusiven Stadt“, sagt Bürgermeister Bernhard Auinger.

„Barrierefreiheit bedeutet, dass alle Menschen selbstverständlich am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilhaben können. Das neue Panoramamuseum zeigt eindrucksvoll, wie moderne Kulturinstitutionen Inklusion von Anfang an mitdenken und konsequent umsetzen können. Als Vorsitzende des Behindertenbeirates freut es mich besonders, dass hier ein Ort entstanden ist, an dem kulturelle Angebote für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sind. Solche Projekte sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einer barrierefreien und inklusiven Stadt Salzburg“, betont Stadträtin Andrea Brandner.

„Die Orangerie Salzburg ist für das Salzburg Museum ein Geschenk! Einerseits durch den besonderen Ort, an dem wir das Sattler-Panorma zeigen und das Welterbe Salzburg vermitteln können. Andererseits, durch die Möglichkeit, ein barrierefreies Museum gestalten und eröffnen zu können. Wir sind sehr vielen Vereinen sowie Partnerinnen und Partner für die spannenden und kompetenten Dialoge zur Entwicklung eines inklusiven Museumangebotes auf Höhe der Zeit dankbar,“ fügt Martin Hochleitner, Direktor des Salzburg Museum hinzu.

Barrierefrei durch das gesamte Museum

Das Salzburg Panorama von Johann Michael Sattler ist über einen Plateau-Lift barrierefrei erreichbar. Blinde und sehbehinderte Menschen werden durch ein taktiles Leitsystem vom Eingang bis zum Informationspult geführt. Dort befinden sich zusätzliche taktile Orientierungspunkte.

Stiegen und wichtige Bereiche im Museum sind mit taktilen sowie kontrastreichen Bodenmarkierungen gekennzeichnet. Im ersten Obergeschoss befindet sich außerdem ein taktiles Stadtmodell. Es macht jene Bereiche Salzburgs, die zum UNESCO-Welterbe gehören, im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar.

„Es ist wundervoll, dass Salzburg so ein tolles inklusives Museum für alle Menschen geschaffen hat. So schaut gelebte Teilhabe aus, sie öffnet nicht nur die Türen für alle, sondern auch die Herzen“, erklären Andrea Kircher und Peter Ebner, die Behindertenbeauftragten der Stadt Salzburg.

Digitale Angebote für unterschiedliche Bedürfnisse

An allen Medienstationen befinden sich links unten ein QR-Code und ein NFC-Tag. Damit lässt sich ein Smartphone-Guide auf dem eigenen Mobiltelefon öffnen. Dieser ist auch für blinde und sehbehinderte Menschen geeignet.

Für das große Salzburger Rundgemälde steht ein Audioguide zur Verfügung. Ausgewählte Inhalte werden zusätzlich in Videos in österreichischer Gebärdensprache vermittelt. Verständlich aufbereitete Texte in einfacher Sprache ergänzen das Angebot.

Auch die Texte an den Medienstationen sind in einfacher Sprache verfügbar. Sie können direkt an der jeweiligen Station über die Funktion „Leichte Sprache“ aktiviert werden.

Inklusive Vermittlungsangebote

Regelmäßig finden besondere Vermittlungsangebote statt. Dazu gehören Führungen und Programme in einfacher Sprache, in österreichischer Gebärdensprache sowie für blinde und sehbehinderte Menschen. Damit schafft die Orangerie Salzburg unterschiedliche Zugänge zu Kunst, Geschichte und dem UNESCO-Welterbe der Stadt Salzburg.

Hendrik Stoltenberg