Kunstlitfaßsäulen der Stadt Salzburg 2026: against the bubbles

Von 30. Juli bis 31. August sind elf künstlerische Arbeiten im öffentlichen Raum der Stadt Salzburg und in ausgewählten Umlandgemeinden zu sehen
30.07.2026
Kunst gegen Filterblasen im öffentlichen Raum
V.l.: Dominik Sobota (Geschäftsführer PROGRESS Außenwerbung), Elfrid Wimmer-Repp (Vorsitzende des Kunstbeirats), Bürgermeister Bernhard Auinger, Kulturabteilungsvorständin Dagmar Aigner (5. v.l.) und Kerstin Klimmer-Kettner (6. v.l.; Kulturabteilung des Land Salzburg) mit den Künstler:innen der Kunstlitfaßsäulen 2026.

Das Format „Kunstlitfaßsäule“ besteht seit 2014 und verfolgt ein klares Ziel: zeitgenössische Kunst für alle sichtbar und zugänglich machen – direkt im städtischen Alltag. Auch heuer haben elf Künstler:innen ihre Werke eigens für die Präsentation auf Plakatsäulen sowie auf digitalen Formaten wie City-Light-Säulen und Digitalen City Lights entwickelt. Thematisch stehen die diesjährigen Beiträge unter dem Motto „against the bubbles“ – eine Auseinandersetzung mit Echokammern, Filterblasen und dem gesellschaftlichen Miteinander.

Bürgermeister Bernhard Auinger betont: „Die Kunstlitfaßsäulen stehen heuer unter dem Motto "against the bubbles" und laden dazu ein, Filterblasen zu hinterfragen und neue Perspektiven zuzulassen. Die Arbeiten regen sichtbar zum Dialog an und bereichern damit unser Stadtbild. Mein Dank gilt allen Künstler:innen für ihre kreative Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema und allen Partner:innen für die Unterstützung bei der Umsetzung." 

Rund 250 Litfaßsäulen im öffentlichen Raum Salzburgs informieren täglich über das kulturelle Geschehen. In den vergangenen Jahren wurde das klassische Werbemedium durch moderne Varianten erweitert: rotierende City Light-Säulen und digitale City Lights ergänzen das Bild. Seit 2014 wird der Wettbewerb für Kunstlitfaßsäulen von der Kulturabteilung der Stadt Salzburg ausgeschrieben – in Zusammenarbeit mit dem Kunstbeirat, dem Land Salzburg und der Progress Werbung.

„Die Kunstlitfaßsäulen sind jeden Sommer eine Möglichkeit, zu zeigen, mit welchen Stilmitteln die bildende Kunst auf aktuelle Fragen und Themen reagiert. Wir kommen so mit der Kunst in die Stadtteile und können Akzente setzen. Ich freue mich, dass wir dieses Projekt auch heuer wieder gemeinsam mit unseren Kooperationspartner:innen umsetzen konnten und bedanke mich bei allen Künstler:innen für ihre Einreichung“, sagt Dagmar Aigner, Kulturabteilungsvorständin der Stadt Salzburg.

Die elf prämierten Arbeiten wurden von einer Jury aus den eingereichten Beiträgen ausgewählt. Jede der ausgewählten Positionen wird mit 1.500 Euro für Konzept und Gestaltung ausgezeichnet – finanziert von der Stadt Salzburg und dem Land Salzburg. Für Produktion und Umsetzung sorgt wie in den Vorjahren die Progress Außenwerbung. Zwei Kunstlitfaßsäulen befinden sich heuer wieder außerhalb der Stadt: in Grödig und Hallein – ermöglicht durch die gute Kooperation mit dem Land Salzburg und der Progress Außenwerbung.

„Die größte Stärke von Out of Home Media ist, dass es keine Blase kennt. Keine Filter. Keine Echokammer. Genau deshalb zählt Außenwerbung heute zu den erfolgreichsten und wirkungsvollsten Medien: Botschaften erreichen die Menschen dort, wo das Leben stattfindet, unmittelbar, ungefiltert und für alle sichtbar. Das Kunst-Projekt „against the bubbles“ ist daher wie geschaffen für unsere Out of Home-Flächen. Wir gratulieren allen Künstler:innen herzlich und bedanken uns bei unseren Partner:innen, die die ‚Salzburger Kunst-Litfaßsäulen‘ seit zwölf Jahren möglich machen“, so Dominik Sobota, Geschäftsführer von Progress Außenwerbung.

Klassische Kunstlitfaßsäulen und ihre Projekte:

  • Franka Althaus, DACKELFIEBER
    City-Light-Säule, Schumacherstraße 14
    (Vorplatz Stadt:Bibliothek)
     
  • Renée Kraemer, HighFive
    Makartkai/Landesberufsschule 2
    Grödig: Neue Heimat Straße 15
     
  • Daniel Car, Federball
    Franz-Josef-Kai 27/S-Bahn
    Hallein: Hermann-Pramerplatz / Bahnhof bei Taxistand
     
  • David Fisslthaler, Against The Bubble(wrap)
    Franz-Josef-Kai/Müllnersteg, Café am Kai
     
  • Beate Ronacher, Will Work for Food
    Franz-Josef-Kai/Calisthenics-Anlage Mülln
     
  • Roberto Carlos González Bautista, Kaugummiautomatenvitrine
    Franz-Josef-Kai/Ursulinenkirche Spielplatz
     
  • Bernhard Gwiggner, BlasenKongress
    Franz-Josef-Kai/Rotkreuzparkplatz

Digitale City-Lights im Stadtraum:

  • Marco Döttlinger, i see distance in your eyes
  • Marion Fischer, Blinde Spiegel
  • Lena Fürjesi, Singend suche ich nach der passenden Lade
  • Anna-Maria Stadler, Eine kurze Unterbrechung

„Das vorgegebene Thema „against the bubbles“ hat wunderbare Blasen geworfen. Es werden viele aktuelle Themen gestreift, die unser soziales Sein als fragiles Gebilde in einem unüberschaubaren Strom von fremdgesteuerten Informationen begreifen. Filterblasen und Echokammern werden individuell wahrgenommen und sichtbar gemacht. Wenn die Welt nur mehr radikal vereinfacht erklärt wird, leiden darunter Toleranz, Diskurs und Gemeinsamkeit“, erklärt Elfrid Wimmer-Repp, Vorsitzende des Kunstbeirats, die diesjährigen Projekte. 

Daten & Fakten

  • Projektträgerin: Abteilung Kultur, Bildung & Wissen der Stadt Salzburg
  • Kooperationspartner:innen: Kunstbeirat Salzburg, Land Salzburg, Progress Außenwerbung
  • Prämierung: 1.500 Euro pro künstlerischen Beitrag, finanziert von Stadt und Land Salzburg
  • Umsetzung: Progress Außenwerbung übernimmt Herstellung und Plakatierung
  • Zeitraum: 30. Juli bis 31. August 2026
  • Gezeigt werden: 7 analoge Plakatkunstwerke und 4 digitale Animationen im Stadtraum Salzburg sowie zusätzlich zwei Plakatkunstwerke in Grödig und Hallein


Zur Litfaßsäule

Die klassische Litfaßsäule geht auf den Berliner Drucker Ernst Litfaß zurück, der 1855 das heute ikonische Werbemedium erfand. Seither sind Litfaßsäulen ein fester Bestandteil des Stadtbildes – auch im digitalen Zeitalter. In Salzburg sorgen 258 Standorte dafür, dass Kultur sichtbar bleibt – und seit 2014 auch im künstlerischen Sinn.

Lapuch Laura BA