Volksschule Itzling: Schulerweiterung und GTS-Neubau

Das nächste Großprojekt im Bildungsbauprogramm der Stadt Salzburg
20.04.2026
Bis zum Jahr 2029 soll der bestehende straßenbegleitende Anbau der Volksschule Itzling abgebrochen und durch einen GTS-geeigneten Neubau ersetzt beziehungsweise erweitert werden.
(v.l.n.r.: SIG-Prokurist Johannes Mracsna, Projektleiterin Eleonora Cardella-Goroll, Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl, Bürgermeister Bernhard Auinger, Planungsstadträtin Anna Schiester, Direktorin der VS Itzling Sabine Preims, Amtsleiterin der Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen Jutta Kodat)

Die Stadt Salzburg setzt im Bildungsbauprogramm den nächsten großen Schritt: Am Standort Itzling soll der bestehende Anbau abgebrochen und durch einen modernen, barrierefreien und ganztagstauglichen Neubau ersetzt werden.
Die Stadt Salzburg investiert konsequent in den Aus- und Neubau von Bildungseinrichtungen. Mit dem Bildungsbauprogramm, das der Gemeinderat bereits im Jahr 2018 mehrheitlich beschlossen hat, reagiert die Stadt auf wachsende Schüler:innenzahlen, veränderte pädagogische Anforderungen und den steigenden Bedarf an ganztägiger schulischer Betreuung.

Im Schuljahr 2025/26 werden bereits 3.438 Kinder an 33 Standorten ganztägig betreut – ein klares Signal, dass bedarfsgerechte Infrastruktur dringend notwendig ist. Das nächste Großprojekt dieses Programms betrifft den Standort der Volksschule Itzling.

Bürgermeister Bernhard Auinger betont: „Der Bedarf an ganztägiger schulischer Betreuung steigt in ganz Salzburg deutlich an. Darum schaffen wir mit der Erweiterung der Volksschule Itzling diese notwendigen zusätzlichen Räume. Gleichzeitig heben wir die Qualität des Standorts durch eine umfassende Sanierung und moderne, barrierefreie Bildungsräume spürbar an.
Das Bildungsbauprogramm ist unser wichtigstes Instrument für mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit in der Stadt Salzburg. Gute Bildung braucht gute Infrastruktur – und wir investieren konsequent dort, um Kindern die besten Chancen zu ermöglichen.“

Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl unterstreicht: „Kinder brauchen Raum zum Lernen, Spielen und gemeinsamen Essen. Mit dem Neubau der Volksschule Itzling schaffen wir genau diese Voraussetzungen und sorgen dafür, dass der Schulalltag für alle deutlich besser funktioniert. Gleichzeitig verbessern wir die Barrierefreiheit am gesamten Standort und verbinden Neubau und Bestand sinnvoll miteinander. Mit diesem Projekt investieren wir gezielt in eine moderne Lernumgebung für die Kinder in Itzling.“

„Itzling ist ein Stadtteil, der sich in den letzten Jahrzehnten stark entwickelt hat und weiter wächst – mit vielen Familien, guter Öffi-Anbindung und gleichzeitig spürbarem Druck auf die bestehenden Sozial- und Bildungsinfrastrukturen. Es tut sich viel: neue Projekte entstehen, es wird umgebaut, nachverdichtet, Betriebe siedeln sich an. Genau deshalb ist klar: Soziale und Bildungsinfrastruktur muss von Anfang an mitgedacht und mitentwickelt werden – sie ist ein zentraler Teil von Stadtplanung. Die Volksschule leistet hier jeden Tag unglaublich viel, aber die räumlichen Grenzen sind längst erreicht. Mit dem Neubau schaffen wir die Voraussetzungen, die es heute braucht – für ganztägige Betreuung, für gutes Lernen und für einen Alltag, der für Kinder und Pädagog:innen gleichermaßen funktioniert. Für mich ist das mehr als ein Bauprojekt. Wenn ein Stadtteil wächst, müssen die Strukturen mitwachsen. Gute Infrastruktur sorgt dafür, dass das Zusammenleben funktioniert“, so Planungsstadträtin Anna Schiester.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bis zum Jahr 2029 soll der bestehende straßenbegleitende Anbau der Volksschule Itzling abgebrochen und durch einen GTS-geeigneten Neubau ersetzt beziehungsweise erweitert werden.
  • Die Schule ist heute stark ausgelastet: 293 Kinder besuchen derzeit den Standort, 108 Kinder sind bereits in der ganztägigen Schulform angemeldet.
  • Der Neubau schafft Räume für Unterricht, Freizeit, Essen und gemeinsames Lernen und verbessert zugleich die Barrierefreiheit am Standort deutlich.
  • Geplant sind unter anderem GTS-Räume, multifunktionale Bereiche, eine Aufbereitungsküche, ein Speisesaal, Werkräume, zusätzliche Klassenräume und neue Garderoben.

Die VS Itzling heute: Raumnot trotz großem Engagement

Die Volksschule Itzling in der Kirchenstraße 24 ist eine lebendige Schule mit Schwerpunkten auf Bewegung, Gesundheit, Musik und sozialem Lernen. Im laufenden Schuljahr besuchen 293 Kinder in 14 Klassen sowie einer Deutschförderklasse die Schule. Das Angebot ist breit: von kulturellen Veranstaltungen über computerunterstütztes Lernen bis hin zu Sprachförderung und Schwimmunterricht.

Gleichzeitig zeigen sich die Grenzen der bestehenden Infrastruktur deutlich:

  • 108 Kinder (37 % der Schüler:innen) sind für die Ganztagesbetreuung angemeldet ohne ausreichende Räume dafür
  • Es fehlen Essbereiche und Aufbereitungsküche; die Versorgung erfolgt derzeit über das benachbarte Seniorenwohnhaus, was künftig nicht mehr möglich ist
  • Keine Freizeit- und Gemeinschaftsräume für die Betreuung
  • Das Gebäude ist großteils nicht barrierefrei
  • Der bauliche Zustand des Anbaus aus 1980 (Gebäude B) ist sanierungsbedürftig: undichtes Dach, Bodenbewegungen, veraltete Haustechnik

Interne Bestandsanalysen haben ergeben, dass ein Abbruch des Anbaus und ein moderner Neubau die nachhaltigste Lösung ist.

Was konkret gebaut wird

Vorgesehen ist der Abbruch des bestehenden Gebäudeteils entlang der Kirchenstraße und der Neubau eines dreigeschossigen Gebäudes mit unterkellertem Untergeschoss. Im Erdgeschoss sind der Eingangsbereich, das Sekretariat, GTS-Räume, multifunktionale Bereiche, eine Aufbereitungsküche, ein Speisesaal sowie Nebenräume vorgesehen.

Im ersten und zweiten Obergeschoss sind Schulklassen, multifunktionale Bereiche, Werkräume, eine Bibliothek sowie Sanitär- und Nebenräume geplant. Zusätzlich soll eine barrierefreie Verbindung zwischen Neubau und Bestand geschaffen werden. Die Eingriffe in die bestehende Schule sollen dabei so gering wie möglich bleiben.
Während der Bauzeit werden einzelne Funktionen des bestehenden Anbaus in einer Containerlösung untergebracht. So soll der Schulbetrieb mit möglichst wenig Beeinträchtigung aufrechterhalten werden. Der Bauablauf ist in vier Schritten geplant: Containeraufstellung, Abbruch, Neubau und anschließend Rückbau der Container mit Wiederherstellung der Freiflächen und Stellplätze.

Prokurist der SIG, Johannes Mracsna betont: „Die Stadt Salzburg Immobilien GmbH freut sich über den Auftrag zur Umsetzung des neuen Schulgebäudes in Itzling am Standort Kirchenstraße 24. Gerne nehmen wir diese herausfordernde Aufgabe an!
Für die Neuerrichtung einer zeitgerechten Schule muss der bestehende Bau aus den 80 weichen. Insgesamt sollen drei Geschoße in Massivbauweise errichtet werden. Die angestrebte klimaaktiv Zertifizierung SILBER garantiert eine nachhaltige Umsetzung auf neuestem Stand der Technik.“

„Die vorliegende Entwurfsstudie basiert auf modernen Grundrissen, welche gemeinsam mit den Nutzern entwickelt wurden. Besonderer Wert wurde bei der Konzeptionierung auf eine vielfältige und flexible Raumaufteilung gelegt. Insgesamt bietet der Neubau eine großzügige Aufwertung des Standortes“, unterstreicht Projektleiterin Eleonora Cardella-Goroll. 

Als ausdrückliche Rücksichtnahme auf den geschützten Bestand fügt sich das Gebäude, durch seine attraktive Architektur, harmonisch in den städtebaulichen Kontext ein.

Was das Projekt für Schule und Stadtteil bedeutet

Die Volksschule Itzling ist heute ein lebendiger Schulstandort mit klaren Schwerpunkten in den Bereichen Bewegte Schule – Gesunde Schule, Singendes Klassenzimmer und Soziales Lernen. Dazu kommen kulturelle Veranstaltungen für alle Schüler:innen, klassenübergreifende Projekte, computerunterstütztes Lernen, Lernhilfe für Kinder mit nicht deutscher Muttersprache, Schwimmunterricht, eine neue Schulbibliothek und vielfältige unverbindliche Übungen.
Der Neubau schafft den räumlichen Rahmen, damit diese Angebote auch in Zukunft gut funktionieren und weiterentwickelt werden können. Moderne Bildungsräume müssen heute mehr leisten als nur Unterricht in Klassenräumen abzubilden. Sie brauchen Platz für gemeinsames Arbeiten, für Rückzug, für Bewegung, für Mittagessen und für die Freizeit in der ganztägigen Schulform.
Für Familien bedeutet das Projekt eine spürbare Verbesserung im Alltag. Für den Stadtteil Itzling ist es ein sichtbares Zeichen, dass Bildungsinfrastruktur mit dem Wachstum des Quartiers mitgeht. Und für die Stadt Salzburg ist es das nächste große Vorhaben im Bildungsbauprogramm.

Amtsleiterin für Schulen und Kinderbildungseinrichtungen Jutta Kodat ergänzt: „Das Projekt an der Volksschule Itzling ist ein weiterer Meilenstein für die städtische Bildungsinfrastruktur. Hier wurde mit viel Zusammenhalt über Jahre die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Eltern auch auf engem Raum unterstützt. Dass zukünftig die Bildungsräume dieses Engagement auch widerspiegeln werden, unterstreicht den Stellenwert, der der Bildung in der Stadt eingeräumt wird.“

Der derzeitige Zeitplan für die Fertigstellung der Volksschule Itzling.

Investition

Für die Schulerweiterung und den GTS-Neubau an der VS Itzling sind folgende Investitionen vorgesehen:

  • Errichtungskosten (SIG): ca. 15,75 Mio. Euro brutto (inkl. 15 % Reserve) bei einer Schwankungsbreite ± 25 %
  • Ausstattungskosten (MA 2/02): 520.000 Euro
  • Gesamtinvestition haushaltswirksam: ca. 16,27 Mio. Euro brutto

Die Budgetmittel wurden im Mittelfristigen Finanzplan 2026–2030 angemeldet. Die Bauabwicklung erfolgt über die Stadt Salzburger Immobilien GmbH (SIG). Ein detaillierter Umsetzungsamtsbericht wird nach Abschluss der Planungsphase vorgelegt.

Projektstand und Ausblick

Die voraussichtliche Gesamtprojektlaufzeit beträgt rund 48 Monate ab Projektstart. Der Abschluss ist mit Juni 2029 vorgesehen. Für den Neubau sind außerdem eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und das Ziel einer klimaaktiv-Silber-Zertifizierung vorgesehen.
Die vorliegenden Kosten beruhen auf einer Machbarkeitsstudie und befinden sich noch in einer frühen Projektphase. Ein konkretisierter Umsetzungsamtsbericht mit definierter Projektorganisation, vertiefter Kostenberechnung und Risikoabschätzung folgt in einem späteren Schritt.

Lapuch Laura BA